Wusstest du, dass jeder Deutsche pro Jahr rund 1 kg Honig verzehrt? Nirgendwo sonst wird mehr von diesem “süßen Gold” gegessen als bei uns. Ohne fleißige Honigbienen, die für jedes Kilo Honig um die 250.000 km weit fliegen müssen, wäre das nicht möglich. Abgesehen von diesem wundervollen Lebensmittel sind Honig- und Wildbienen aber noch aus vielerlei anderen Gründen enorm wichtig für uns alle.

80 % der Pflanzen sind von Bienen abhängig

Bienen sind wahre Hochleistungsbestäuber. Blumen, Sträucher, Obst und Gemüse – sie alle sind auf das Bestäuben durch Bienen angewiesen. Beim Obst trifft das ganz besonders auf Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Birnen, Äpfel, Kirschen und Pfirsiche zu. Manche Gemüsearten werden sogar nur von Bienen bestäubt, wie zum Beispiel Gurken, Kürbisse, Erbsen und Bohnen.

Rund ein Drittel unseres Obsts und Gemüses und sogar 80% unserer heimischen Kultur- und Wildpflanzen brauchen Bienen, um zu leben und zu überleben. Auch viele Tiere, wie etwa Vögel, sind auf Bienen angewiesen. Denn ohne Bienen gäbe es nicht genügend Samen und Beeren, die den Vögeln als Futter dienen.

Bienen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Doch die Zerstörung ihrer Lebensräume, eingeschleppte Parasiten, Monokulturen in der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden stellen lebensbedrohliche Risiken für sie dar.

Was du tun kannst, um Bienen zu helfen

  • Säe bienenfreundliche Pflanzen wie Efeu oder Himbeere aus. Damit schaffst du blühende Oasen für hungrige Bestäuber in der Stadt. Auch Küchenkräuter wie Basilikum und Minze sind ideal.
  • Weg mit Geranien! Sie sind zwar bunt, aber für Bienen nutzlos, weil sie weder Samen noch Pollen oder Nektar produzieren.
  • Entscheide dich für Honig von kleinen Imkereien aus deiner Region. Honige aus dem Supermarkt sind nämlich häufig Honigmischungen aus Nicht-EU-Ländern. Ihre langen Transportwege belasten die Umwelt. Manchmal werden dabei auch Bienenkrankheiten nach Deutschland eingeschleppt.
  • Spüle Honiggläser immer gründlich aus, bevor du sie recycelst. Tust du das nicht, können sich durch die Honigreste in den Glascontainern krankmachende Sporen ausbreiten, die von den Bienen anschließend in ihren heimischen Völker transportiert werden.
  • Verzichte in deinem Haus und Garten auf Pestizide. Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel bilden oft einen gefährlichen Gift-Cocktail, der für Bienen extrem schädlich ist.
  • Bevorzuge Lebensmittel aus regionalem, ökologischem Anbau. Dabei wird nämlich eher auf bienenschädliche Pestizide verzichtet, vor allem wenn du saisonale Lebensmittel einkaufst.
  • Schaffe kleine Nistmöglichkeiten für Wildbienen. Es muss nicht gleich ein Insektenhotel sein. Wildbienen nisten z.B. gerne in den von Käfern geschaffenen Fraßgängen und Furchen von Totholz.
  • Mache dich über Bienen schlau! Schaue z.B. die preisgekrönte Bienen-Doku “More Than Honey”.

Weitere Infos zu den einzelnen Punkten findest du auf der Website des Projekts Bienenretter: Hilf den Bienen! und Dein Einsatzort

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