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Wenn wir bei unserem nächsten Crowdlauf „Plastikmeer – ist das fair?“ an den Start gehen, machen wir auf ein Thema aufmerksam, das uns alle angeht: Plastikmüll in den Weltmeeren.

Und auch, wenn wir in München, Berlin oder Frankfurt wohnen – in Städten, die vom Meer ziemlich weit entfernt sind, ist der Müll in den Ozeanen ein Problem, das uns dennoch betrifft. Und darum möchten wir mit unserem nächsten Crowdlauf auf dieses Thema aufmerksam machen und euch Tipps geben, was ihr ganz persönlich dafür tun könnt, dass die Meere sauber bleiben.

Warum schwimmt so viel Plastik im Meer?

Rund sechs Millionen Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Ozeane. Doch wie kann das sein? Schließlich entsorgen sicher die wenigsten von uns ihren Müll bewusst und sorglos beim jährlichen Strandurlaub im Meer. Das Problem ist viel umfassender.

Eine der Ursachen ist die Nutzung von Einwegplastik. Flaschen, Tüten, Strohhalme – alles Dinge, die wir häufig und eher unbedacht nutzen. Doch gerade diese Artikel sind es, die dafür sorgen, dass immer mehr Plastik ins Meer gerät.

Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern fehlen Strukturen, um diesen Müll zu sammeln und zu verarbeiten. Denn das Recyceln der Abfälle, aber auch das Entsorgen ist teuer. Von öffentlicher Hand können diese Kosten in wirtschaftlich schlechter gestellten Ländern oft nicht gestemmt werden. Also haben die Menschen schlicht nicht die Möglichkeit, ihren Plastikmüll anständig zu entsorgen.

Dazu kommt: Länder wie Deutschland exportieren ihren Plastikmüll in andere Länder, da sich das Recycling hierzulande finanziell oft nicht lohnt. Und dort landet dann vielleicht auch unsere Plastiktüte vom Discounter im Ozean. Ganz ohne unser Wissen.

Einwegplastik landet im Meer
Unser Einwegplastik kann über mangelhaftes Recycling weit entfernt von uns im Meer landen

Doch es gibt noch weitere Ursachen für die Plastikflut in den Meeren:

  • Mikroplastik aus Kosmetikartikeln: Viele Cremes, Shampoos und Duschgele enthalten Mikroplastik. Dabei handelt es sich um kleinste Plastikpartikel, die etwa zum Binden von Stoffen verwendet werden. Mikroplastik entsteht aber auch, wenn zum Beispiel Tüten langsam zerfallen. Mit bloßem Auge lässt sich Mikroplastik häufig gar nicht erkennen. Und dennoch ist es ein Problem. Denn es lässt sich von den Kläranlagen nur sehr schwer aus dem Abwasser herausfiltern. Also gelangt es beinahe vollständig in die Gewässer.
  • Touristische Abfälle: Ein kleines Picknick am Strand, ein abendliches Lagerfeuer mit dem einen oder anderen Fläschchen Bier – auch durch den Tourismus an den Stränden kommt es zu Verschmutzungen, wenn Menschen ihren Plastikmüll nach dem Sonnenbaden einfach am Strand liegen lassen oder ihn in die Fluten werfen.
  • Verschmutzungen durch Schiffsbesatzungen: Trotz aller Verbote entsorgen viele Schiffe ihren Müll auf dem offenen Meer. Frei nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter” gehen Plastikabfälle und Co. ganz einfach über Bord.

Was ist das Problem, wenn so viel Plastik in den Weltmeeren herumschwimmt?

Angeschwemmte Tüten und andere Abfälle sehen nicht nur unschön aus, der Müll gefährdet auch das Ökosystem im Meer. So sind nach Angaben des WWF fast die Hälfte der Meeressäuger- und Seevogelarten durch den Plastikmüll in den Meeren gefährdet. Tiere fressen Plastiktüten, weil sie diese etwa mit Quallen verwechseln, die sonst auf ihrem Speiseplan stehen, verfangen sich in achtlos entsorgten Netzen, in denen sie dann verenden oder sie verlieren ihre Lebensräume, weil sich dort der Plastikmüll ablagert.

Doch nicht nur die Meeresbewohner haben das Nachsehen. Mit jedem Fisch, den wir zubereiten, landet auch ein bisschen Plastik auf unserem Teller und damit in unserem Magen. Und das macht krank. Denn ungesunde Weichmacher, die verarbeitet werden, damit Plastik elastischer ist, und andere giftige Substanzen schädigen nicht nur den Organismus der Meeresbewohner, sondern auch unseren.

Was können wir persönlich tun, um die Verschmutzung der Meere zu verhindern?

Ganz wichtig ist es, weniger Müll zu produzieren. Sogenannte Zero-Waste-Bewegungen machen es vor und zeigen, dass der Alltag auch ohne Massen an Plastikmüll funktioniert. Denn je weniger Plastik wir tagtäglich verwenden, desto weniger Abfall landet letztlich im Meer.

Wer also zum Einkaufen einen Stoffbeutel mitnimmt und im Geschäft auf eine Plastiktüte verzichtet, trägt schon einmal einen Teil zum Schutz der Ozeane bei. Auch der Verzicht auf Einwegflaschen spielt eine wichtige Rolle. Und wer auf einen Kaffee unterwegs nicht verzichten möchte, sollte immer einen eigenen Becher dabei haben. Der Kauf von Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt statt eingeschweißt beim Discounter ist auch eine gute Möglichkeit, den persönlichen Plastikmüll zu reduzieren.

Mit Apps wie „Replace Plastic“ vom Verein „Küste gegen Plastik“ kannst du außerdem die Barcodes von Produkten scannen, die in Plastik verpackt sind. So teilst du den Anbietern der Produkte mit, dass du dir Verpackungen ohne Plastik wünschst.

Jeder kann also ohne viel Aufwand und Verzicht einen wichtigen Beitrag leisten. Starten wir also mit unserem nächsten Crowdlauf „Plastikmeer – ist das fair?“ , dann gehen wir für die Ozeane, die Meerestiere und letztlich auch für uns durchs Ziel.

Mit unserem ersten Crowdlauf 2019 stellen wir all jene Menschen auf das Podest, die sich das ganze Jahr über für uns engagieren – für uns, unsere Kinder, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, unsere Zukunft.

Sie sind ehrenamtlich tätig und trainieren uns im Sportverein, wenn sie Feierabend haben, sie studieren bis spätnachts die Akten für die nächste Stadtratssitzung oder lassen sich für einen Feuerwehreinsatz aus dem Wochenende holen. Ohne sie hätten wir eine schlechtere Unfall- und Katastrophenhilfe, weniger Kulturveranstaltungen und weniger Wissen und Erfahrungen zum Thema Umweltschutz. Doch mit ihnen werden unsere Schulen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Altenheime lebenswertere Orte.

Und eines ist sicher: Ohne Menschen im Ehrenamt müsste sich unser Staat ziemlich viel Neues einfallen lassen, denn einige Bereiche unseres sozialen Miteinanders würden schlichtweg nicht mehr funktionieren.

Also: Die Flutlichter an – für alle Menschen, die ein Ehrenamt ausüben!

Wir liefern euch vorab zum Crowdlauf nicht nur alle wichtigen Fakten zur Situation in Deutschland, sondern auch persönliche Tipps, die euch weiterhelfen, falls ihr euch selbst für ein Ehrenamt interessiert.

Welche Arten von ehrenamtlicher Arbeit gibt es?

Grundsätzlich und historisch gesehen bezieht sich das Wort Ehrenamt nur auf Ämter, in die Personen gewählt werden – dazu zählen etwa der Posten eines Vereinsvorstands oder die Arbeit als Schöffin bei Gericht.

Schon seit Jahrzehnten wird der Begriff aber auch allgemein verwendet für bürgerschaftliches  Engagement oder Freiwilligentätigkeiten, die unentgeltlich oder gegen geringe Aufwandsentschädigungen geleistet werden. Und schon der Name deutet an, dass auch die Menschen, die sich engagieren, ein bisschen etwas selbst davon haben – nämlich zumindest die Ehre.

Im Freiwilligen-Survey des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2014 wurde aber ermittelt, dass genau dieses Motiv für Menschen immer unwichtiger wird. Nur noch ein Drittel der befragten Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen möchte durch die Tätigkeiten sein Ansehen vergrößern.

In den Vordergrund rücken mit jeweils etwa 80 % Zustimmung oder voller Zustimmung die Tatsache, dass ein Ehrenamt Spaß machen kann, man mit anderen Menschen zusammenkommt und die Gesellschaft mitgestalten kann. Immerhin die Hälfte aller freiwillig Engagierten gibt an, dass sie durch die gemeinnützige Tätigkeit auch für sich selbst neue Dinge lernt, die auch außerhalb des Engagements nützlich sind.

Etwa 30 Millionen Menschen engagieren sich nach den meisten Schätzungen aktuell ehrenamtlich, alleine in Deutschland. Mögliche Betätigungsfelder sind:

  • Sport (z.B. Trainer, Vereinsvorstände)
  • Kultur (z.B. Organisatoren von Stadtteilfesten, Gruppenleiter)
  • Umweltschutz (z.B. Tierschutzorganisationen, Tierheime, politische Kampagnenarbeit)
  • Kinder, Schulen, Altenpflege und Behinderteneinrichtungen (z.B. Vorleser in Schulen, Vormundschaften von minderjährigen Geflüchteten, Pfadfinder, Gruppenleiter in Altenpflegeeinrichtungen)

Ohne Ehrenamtliche gäbe es keine Telefonseelsorgeangebote, viel zu wenig Unterstützer für all die Aufgaben in der Jugendhilfe, kaum Angebote in Sportvereinen und ein erschreckend armes kulturelles Angebot in den Gemeinden vor Ort – und niemand weiß, wo wir ohne Ehrenamtliche heute bei der Integration von Migranten und Geflüchteten stünden.

Das Ehrenamt ist außerdem keine neue Erfindung. Schon Perikles behauptete über das antike Griechenland, dass ein Privatmann kein stiller Bürger sei, sondern schlichtweg ein schlechter Staatsbürger.

Im Jahr 2000 wurden die Ergebnisse einer internationalen, über mehrere Jahrzehnte lang durchgeführten Studie veröffentlicht, die nahelegen, dass die Staaten mit größerem ehrenamtlichen Engagement auch die Staaten sind, in denen mehr öffentliche Gelder in das soziale Miteinander investiert werden – Staaten können also nicht einfach sparen, indem sie das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürger ausnutzen.

Wie finde ich eine passende ehrenamtliche Tätigkeit?

Einen Überblick über mögliche Einsatzfelder vor Ort bekommst du in Beratungsstellen auf deiner Gemeinde und deren Webseite. Hier werden große lokale Organisationen, Freiwilligenagenturen und Ehrenamtsbörsen aufgelistet sowie Veranstaltungen angekündigt, bei denen du dich detaillierter informieren kannst.

Aktuelle Projekte, die ganz aktuell bundesweit Unterstützer suchen, sind zum Beispiel unter Discover Volunteering bei betterplace.org ausgeschrieben. Und auch die Kirchen können gute Ansprechpartner sein.

Möchtest du für deine Tätigkeit sogar ins Ausland gehen, dann kannst du dich von Weltwärts inspirieren lassen, dem Freiwilligendienst-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Wenn es keine mehrmonatige Reise werden soll, informierst du dich am besten in einschlägigen Foren. Hier solltest du aber immer auch abwägen, ob von deinem Einsatz tatsächlich die lokale Bevölkerung profitiert – oder vielleicht mehr die Agentur, die dich vermittelt.

Eine Alternative, die Reisen mit einem nachhaltigen Lebensstil und Bildung verbindet, ist etwa das Sustainability Adventure von Forum Via. Und, Stichwort Onlineforum: Immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Online-Communities, indem sie anderen mit ihrem Wissen weiterhelfen oder darauf achten, dass die Netiquette gewahrt wird.

Daneben gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, ein passendes Ehrenamt zu finden. In welchem deiner Hobbys möchtest du mehr Zeit mit anderen verbringen? Du spielst Basketball, warst vor Jahren Teil eines Kajakvereins oder bist am Wochenende sowieso nur in den Bergen? Frag nach, wie du dich engagieren könntest.

Und auch andersherum funktioniert das: Wenn du deinen Bekanntenkreis durchgehst, merkst du wahrscheinlich auch, welche Tätigkeiten gebraucht werden können, ohne dass sie bereits zu einem deiner Hobbys passen. Sucht dein Nachbar jemanden, der ihn mit dem Rollstuhl einmal pro Monat zu einer Sportveranstaltung mitnimmt? Engagiert sich deine Kollegin bereits in der Schülernachhilfe von sozial benachteiligten Kindern und könnte Unterstützung gebrauchen? Stammt der Hund deiner Eltern aus dem Tierheim, das dringend neue Gassigeher braucht?

Was muss ich beachten, wenn ich ein Ehrenamt ausübe?

Hast du eine Tätigkeit gefunden, die dich interessiert und sie bereits erfolgreich ausprobiert, dann musst du noch mit deinem Arbeitgeber klären, in welchem Umfang du neben dem Job ehrenamtlich tätig werden darfst.

Grundsätzlich ist das Recht auf die Ausübung eines Ehrenamts sogar im Grundgesetz verankert (im Rahmen des Rechts auf freie Persönlichkeitsentfaltung) – sobald deine Erholungszeiten aber gefährdet sind, solltest du Rücksprache halten. Einige Arbeitgeber unterstützen ehrenamtliche Tätigkeiten inzwischen aber schon gezielt.

Hinsichtlich Versicherungsschutz (Unfallversicherung und Haftpflicht) gelten unterschiedliche Regelungen, je nachdem, in welchem Bundesland du dich engagierst oder bei welcher Organisation. Informationen hierzu, zu Aufwandsentschädigungen und steuerlichen Vorteilen gibt es auf den Seiten der Ministerien in deinem Bundesland sowie bei der jeweiligen Trägerorganisation.

Wir könnten dir an dieser Stelle auch eine Checkliste präsentieren und dich fragen, wie viel Zeit du investieren möchtest und ob deine Familie oder dein Partner hinter dir stehen, wenn du dich für ein Ehrenamt entscheidest. Wir könnten dir zu Bedenken geben, dass ein Ehrenamt immer zu deinen Interessen passen sollte und dass du dir im Klaren sein musst, dass andere Hobbys auf der Strecke bleiben könnten.

Aber: Die meisten Menschen in einem Ehrenamt sind irgendwann mal in ihr Amt hinein gestolpert und trotz Widrigkeiten dabei geblieben – viele machen sich ihre Aufgabe zur Lebensaufgabe, weil sie dem Leben einen Sinn geben kann. Und so etwas gefunden zu haben ist vielen mehr Wert als jeder Lohn für andere Arbeit.

Trotzdem: Menschen, die sich engagieren, brauchen unsere Anerkennung und haben es verdient, dass ihnen keine Stolpersteine in den Weg gelegt werden – wie etwa bürokratische Hürden oder undurchsichtige rechtliche Regelungen.

Und jetzt? Starte deinen Crowdlauf!

Wenn wir für den Ehrenamt-Crowdlauf ins Rennen gehen, dann laufen wir für den Fußballtrainer, der dich vor 15 Jahren trainiert hat und heute deinen kleinen Nachbarn das Kicken beibringt, für die Ärztin, die zweimal im Monat ihren Dienst bei der Bergwacht ableistet, damit wir beruhigt Skifahren oder Mountainbiken gehen können, für die beiden Chorleiter in deiner Kirchengemeinde und für den ehrenamtlichen Betreuer der geflüchteten Familie aus der Klasse deiner Tochter.

Und wir laufen dafür, dass ihre Arbeit noch besser Wert geschätzt wird und die Bedingungen verbessert werden – wir laufen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und die Menschen, die so viele kleine Risse mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft kitten können!

Wir waren gerade im Urlaub, als sich im August 2018 die Ereignisse in Chemnitz überschlugen. Nachdem ein junger Mann von zwei anderen Männern niedergestochen wurde und kurz darauf an seinen Verletzung verstarb, und als klar wurde, dass die mutmaßlichen Täter Flüchtlinge waren, kochte die Stimmung hoch. Menschenmassen zogen durch die Straßen und riefen rechte Parolen. In den Medien war von einer Hetzjagd gegen Ausländer die Rede.

Wir waren schockiert, als wir die Ereignisse aus der Ferne verfolgten, aber uns auch schnell einig:

Die Ermordung des jungen Mannes war eine schreckliche Straftat, die entschieden zu verurteilen ist. Aber diese Tat darf weder missbraucht werden, um Hass gegen Ausländer zu legitimieren, noch um Geflüchtete per se als gefährlich zu verurteilen.

Dem Hass etwas entgegensetzen

Nur wenige Tage später mobilisierte sich von Chemnitz aus eine deutschlandweite Gegenbewegung unter dem Hashtag #wirsindmehr. Ihr Ziel war es, mit einem großen Konzert und mit Gegendemos Zeichen zu setzen gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Chemnitz ist anders, Chemnitz ist bunt, lautete ihre Botschaft. Sie wollten damit auch verhindern, dass ihre Stadt ein negatives Image aufgedrückt bekommt durch die vielen Medienberichte, die bundesweit über die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz kursierten.

Diese Gegenbewegung ließ uns aufatmen. Sie war ein wichtiges und positives Signal, nicht nur für Chemnitz, sondern für ganz Deutschland, das den Menschen klarmachte:

Wir dürfen dem Hass, der Gewalt, der Ausgrenzung und dem destruktiven Gegeneinander nicht die Bühne überlassen. Wir müssen mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, etwas Gutes dagegensetzen: Empathie, Besonnenheit, die Bereitschaft zu einem friedlichen Miteinander und eine positive Haltung zu einem bunten Leben.

So war die Idee für den Toleranz-Crowdlauf geboren.

Eine bessere Zukunft braucht Toleranz

Wir leben in turbulenten Zeiten. Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten immer komplexer geworden. Auf wichtigen Fragen, die wir uns stellen, kann es keine einfachen Antworten mehr geben. Wir wünschen uns Wegweiser, die uns helfen zu entscheiden, was wir tun sollen, finden aber keine. Das verursacht Unsicherheit und schürt Ängste.

Das Tückische an Ängsten ist, dass ihre Ursachen gerne im Dunkeln bleiben. Denn was unklar, fremd und unbekannt ist, oder was andere als gefährlich und bedrohlich darstellen, macht uns besonders viel Angst.

Wir fürchten uns so lange vor dem Monster im Wandschrank, bis wir uns der Angst stellen, den Wandschrank öffnen und realisieren, dass es dort kein Monster gibt.

Deshalb glauben wir ganz fest daran, dass sich niemand von einem vagen Gefühl der Angst beherrschen lassen sollte. Egal was andere als “die große Gefahr” darstellen mögen, wir sollten unsere Ängste hinterfragen. Ganz besonders dann, wenn sie sich pauschal gegen andere Menschengruppen richten, wie die Ausländer, die Geflüchteten, die Schwarzen, die Schwulen. Nur weil Menschen anders aussehen, sprechen, leben oder lieben, sind Vorurteile und Pauschalisierungen noch lange nicht legitim.

Wenn wir genau hinschauen, werden wir feststellen, dass da viele dufte Typen dabei sind, Frauen wie Männer, mit denen das Abendland garantiert nicht untergehen wird.

Dazu braucht es zunächst einmal Toleranz, also eine Grundhaltung, die auch andere Lebens- und Denkweisen neben der eigenen duldet. Ohne Toleranz könnte ein Miteinander nicht funktionieren – und erst ein Miteinander macht die Welt besser für alle. Das war schon immer so und das wird auch in Zukunft so sein. Das ist unsere Überzeugung.

Wir laden dich also herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns und der Crowd ein Zeichen zu setzen für mehr Toleranz und Mitmenschlichkeit. Lass uns in die Welt hinausschreien “Ich mag’s bunt!” und all der Schwarzmalerei frohe Farbkleckse verpassen. Dann gehört die Zukunft uns.

Mach mit beim Toleranz-Crowdlauf “Ich mag’s bunt”!

Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, haben oft große Probleme, den Alltag zu bewältigen. Speziell geschulte Assistenzhunde könnten ihnen helfen, Ängste abzubauen und ihnen einen Weg zurück ins gesellschaftliche Leben ebnen.

Doch dafür braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Ausbildung und Finanzierung von Assistenzhunden sowie den Umgang mit ihnen regeln. Aber die gibt es in Deutschland noch nicht.

Was ist PTBS?

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung. Betroffene leiden oft an Panikattacken, Angstzuständen und Depressionen, haben Flashbacks, Albträume, bis hin zu Suizidgedanken.

Auslöser einer PTBS können sehr verschieden sein. Immer sind es aber außergewöhnliche und potentiell lebensbedrohliche Ereignisse, die bei den betroffenen Menschen zu tiefgreifenden, seelischen Erschütterungen führen.

Zu den häufigsten Auslösern zählen sexueller Missbrauch, physische und psychische Gewalt, Naturkatastrophen, schwere Verkehrsunfälle, aber auch Kriegserfahrungen und Vertreibungen.

Eine PTBS kann jeden treffen. In bestimmten Berufs- und Personengruppen ist das Risiko aber erhöht. Dazu zählen unter anderem:

  • Soldat*innen, die traumatisiert von ihren Einsätzen in Kriegs- und Krisengebieten zurückkehren
  • Mitarbeiter*innen von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, die versuchen, Menschenleben zu retten, oder die selbst in lebensbedrohliche Situationen geraten
  • Lokführer*innen, denen sich jemand vor den Zug wirft und sich so das Leben nimmt
  • Geflüchtete, die in ihren Heimatländern Krieg und Gewalt erlebt haben oder auf der Flucht beinahe selbst ums Leben gekommen wären

Diese Liste nennt nur einige Beispiele von vielen.

Nicht selten treten die Symptome einer PTBS erst Monate oder Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte nach dem auslösenden Ereignis ein.

Betroffene sind häufig nicht mehr in der Lage, öffentliche Plätze zu besuchen oder einkaufen zu gehen. Bestimmte Geräusche oder Gerüche können ganz plötzlich die traumatischen Ereignisse von damals zurück ins Gedächtnis rufen. Ängste und Panikattacken sind die Folge.

PTBS-Leidende neigen deshalb oft dazu, sich innerlich zurückzuziehen, keine sozialen Kontakt mehr zu pflegen und ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist dadurch fast unmöglich.

Wie Assistenzhunde helfen können

Hunde haben eine positive Wirkung auf Menschen. Schon allein ihre Anwesenheit kann beruhigend wirken, Ängste reduzieren und Hemmungen abbauen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

Für PTBS-Betroffene sind speziell geschulte Assistenzhunde, die therapiebegleitend eingesetzt werden, deshalb eine große Chance: Sie könnten ihnen einen Weg zurück ins gesellschaftliche Leben ebnen.

Assistenzhunde werden unter anderem darauf trainiert, in der Öffentlichkeit eine physische Barriere zu schaffen, die andere Personen auf Abstand hält. Außerdem sind sie in der Lage, Flashbacks und Albträume zu erkennen und durch Anstupsen oder Pfote auf das Bein legen zu unterbrechen.

In einer Studie berichteten 82 % der befragten PTBS-Patient*innen mit Assistenzhunden von einer Reduktion ihrer Symptome, 40 % konnten sogar die Einnahme von Medikamenten reduzieren. (Quelle: Rehahunde Deutschland e.V.)

Hunde erreichen damit etwas, was selbst Familienmitgliedern, Freund*innen und medizinischem Fachpersonal oft nicht gelingt: Sie finden einen Zugang zu PTBS-Betroffenen, geben ihnen mehr Sicherheit im Alltag und ermöglichen so Ärzt*innen und Therapeut*innen, die Betroffenen fachkundig zu begleiten.

In Deutschland fehlen gesetzliche Rahmenbedingungen

Seit dem 1. Januar 2015 gibt es in Österreich eine einheitliche, gesetzliche Definition des Begriffs “Assistenzhund”. Dadurch wurde es möglich, für diese speziellen Hunde Ausnahmen festzulegen, was die Maulkorb- und Leinenpflicht betrifft. Sie genießen außerdem freien Zugang zu öffentlichen Orten und Gebäuden.

Auch die Ausbildung von Assistenzhunden und Assistenzhundeführer*innen ist in Österreich gesetzlich geregelt. Es gibt Qualitätsstandards, die einzuhalten sind, und staatliche Prüfungen für Hundetrainer*innen sowie Hundehalter*innen.

In Deutschland gibt es dafür noch keine einheitlichen, gesetzlichen Regelungen. Das ist problematisch, denn so kann nicht sichergestellt werden, dass ein Hund wirklich gut trainiert, dass Trainer*innen tatsächlich gut ausgebildet und dass Menschen mit körperlichen oder psychischen Leiden einen Assistenzhund bekommen, der sie in ihrer Therapie sinnvoll unterstützen kann.

Außerdem ist die Ausbildung eines Assistenzhundes oft sehr teuer. Kosten in Höhe von 25.000 EUR sind keine Seltenheit. Mit einer staatlichen Anerkennung von Assistenzhunden könnten diese Kosten zumindest teilweise von den Krankenkassen übernommen werden.

Gäbe es gesetzliche Regelungen, würden alle davon profitieren – auch die Assistenzhundeschulen und -trainer*innen in Deutschland, die bereits jetzt eine gute Arbeit leisten.

Vor allem aber würden diejenigen profitieren, die mit einem voll anerkannten und gut trainierten Assistenzhund einen Weg zurück ins Leben finden könnten.

Wusstest du, dass jeder Deutsche pro Jahr rund 1 kg Honig verzehrt? Nirgendwo sonst wird mehr von diesem “süßen Gold” gegessen als bei uns. Ohne fleißige Honigbienen, die für jedes Kilo Honig um die 250.000 km weit fliegen müssen, wäre das nicht möglich. Abgesehen von diesem wundervollen Lebensmittel sind Honig- und Wildbienen aber noch aus vielerlei anderen Gründen enorm wichtig für uns alle.

80 % der Pflanzen sind von Bienen abhängig

Bienen sind wahre Hochleistungsbestäuber. Blumen, Sträucher, Obst und Gemüse – sie alle sind auf das Bestäuben durch Bienen angewiesen. Beim Obst trifft das ganz besonders auf Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Birnen, Äpfel, Kirschen und Pfirsiche zu. Manche Gemüsearten werden sogar nur von Bienen bestäubt, wie zum Beispiel Gurken, Kürbisse, Erbsen und Bohnen.

Rund ein Drittel unseres Obsts und Gemüses und sogar 80% unserer heimischen Kultur- und Wildpflanzen brauchen Bienen, um zu leben und zu überleben. Auch viele Tiere, wie etwa Vögel, sind auf Bienen angewiesen. Denn ohne Bienen gäbe es nicht genügend Samen und Beeren, die den Vögeln als Futter dienen.

Bienen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Doch die Zerstörung ihrer Lebensräume, eingeschleppte Parasiten, Monokulturen in der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden stellen lebensbedrohliche Risiken für sie dar.

Was du tun kannst, um Bienen zu helfen

  • Säe bienenfreundliche Pflanzen wie Efeu oder Himbeere aus. Damit schaffst du blühende Oasen für hungrige Bestäuber in der Stadt. Auch Küchenkräuter wie Basilikum und Minze sind ideal.
  • Weg mit Geranien! Sie sind zwar bunt, aber für Bienen nutzlos, weil sie weder Samen noch Pollen oder Nektar produzieren.
  • Entscheide dich für Honig von kleinen Imkereien aus deiner Region. Honige aus dem Supermarkt sind nämlich häufig Honigmischungen aus Nicht-EU-Ländern. Ihre langen Transportwege belasten die Umwelt. Manchmal werden dabei auch Bienenkrankheiten nach Deutschland eingeschleppt.
  • Spüle Honiggläser immer gründlich aus, bevor du sie recycelst. Tust du das nicht, können sich durch die Honigreste in den Glascontainern krankmachende Sporen ausbreiten, die von den Bienen anschließend in ihren heimischen Völker transportiert werden.
  • Verzichte in deinem Haus und Garten auf Pestizide. Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel bilden oft einen gefährlichen Gift-Cocktail, der für Bienen extrem schädlich ist.
  • Bevorzuge Lebensmittel aus regionalem, ökologischem Anbau. Dabei wird nämlich eher auf bienenschädliche Pestizide verzichtet, vor allem wenn du saisonale Lebensmittel einkaufst.
  • Schaffe kleine Nistmöglichkeiten für Wildbienen. Es muss nicht gleich ein Insektenhotel sein. Wildbienen nisten z.B. gerne in den von Käfern geschaffenen Fraßgängen und Furchen von Totholz.
  • Mache dich über Bienen schlau! Schaue z.B. die preisgekrönte Bienen-Doku “More Than Honey”.

Weitere Infos zu den einzelnen Punkten findest du auf der Website des Projekts Bienenretter: Hilf den Bienen! und Dein Einsatzort

Durch die Industrialisierung in den vergangenen 150 Jahren stieg die Durchschnittstemperatur der Erdatmosphäre und der Meere immer weiter an. Hauptursache sind Treibhausgase, die von Menschen produziert werden und sich in der Atmosphäre sammeln. Das hat drastische Konsequenzen in allen Teilen der Erde: Meereis und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Andernorts weiten sich Dürrezonen aus. Wetterextreme wie Überschwemmungen und Stürme nehmen zu und bedrohen Menschen und Tiere. Ganze Tierarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.

2016 war das wärmste Jahr seit 1880

Die internationale Klimapolitik versucht, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Ob das gelingt? Das Jahr 2016 war bereits 1,1 Grad Celsius wärmer als in vorindustrieller Zeit, und damit das wärmste Jahr seit 1880, dem Beginn der Klimaaufzeichnung.

Alle wissen, dass die Weltgemeinschaft handeln muss, um die globale Erwärmung einzudämmen. Die gute Nachricht ist: Jeder einzelne von uns kann etwas tun und so einen kleinen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

So kannst du das Klima schützen

Viele kleine Beiträge zum Klimaschutz haben in der Summe eine große Wirkung. Mit diesen Ideen kann jeder von uns das Klima schützen – überall und jeden Tag:

  • Fahre kurze Strecken mit dem Rad oder gehe zu Fuß. So kommst du 100% emissionsfrei von A nach B und tust was für deine Gesundheit.
  • Wenn du reisen musst, reise klimabewusst. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, zu reisen ohne das Klima übermäßig zu belasten. Hier findest du Inspiration für grünes Reisen.
  • Trenne Elektrogeräte, die du nicht benutzt, vom Strom. Damit reduzierst du deinen Stromverbrauch. Das ist gut für deinen Geldbeutel und für unser Klima.
  • Koche mit Deckel, statt “oben ohne”. So bleibt die Hitze einfach im Topf und entweicht nicht in die Küche. Das spart ein Drittel Energie.
  • Im Winter ist kurzes Stoßlüften besser als langes Kippen. Schon ein paar Minuten intensives Lüften tauscht die komplette Raumluft aus.
  • Verwende beim Einkauf Mehrwegtragetaschen. Du kannst sie immer wieder verwenden. Eine stabile Tragetasche, z.B. aus Recyclingkunststoff, hält oft jahrelang, ohne kaputt zu gehen.

Hier kannst du dir alle Klimatipps für den Alltag gratis herunterladen: WWF Klimatipps

Klimabewusst reisen

Wusstest du, dass Reisen eine besonders große Menge an CO₂ verursachen? Die Klimaschutzorganisation atmosfair in Berlin kompensiert die Treibhausgase, die z.B. bei Flugreisen entstehen. Damit betreibt sie aktiven Klimaschutz. Auch du kannst mit atmosfair deine CO₂ Emissionen kompensieren. Probier’s aus: Jetzt CO₂ kompensieren

Sich für Kinder und Jugendliche einzusetzen, das bedeutet, sich für die Zukunft zu engagieren. Viele Heranwachsende brauchen auch in Deutschland Hilfe. Die Organisation Aktion Kindertraum in Hannover baut Brücken von den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die Unterstützung benötigen, zu denjenigen, die spenden und helfen wollen.

250 Wünsche jedes Jahr

Seit 1998 organisiert und realisiert Aktion Kindertraum Hilfe für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenssituationen. Diese können bedingt sein durch schwere Erkrankungen der Kinder selbst oder eines Familienangehörigen, durch traumatische Ereignisse, den Verlust einer nahestehenden Person oder andere gravierende Veränderungen im Leben der jungen Menschen. Sie erfüllen die Herzenswünsche der Mädchen und Jungen und schenken ihnen damit Momente des Glücks.

Im ersten Jahr des Bestehens erfüllte Aktion Kindertraum gera­de einmal zwei Wünsche. Heute realisieren sie an fast jedem Tag der Woche einen Wunsch. Jährlich werden so über 250 Wünsche erfüllt und seit der Gründung konnte das Team weit über 2.500 Wünsche insgesamt erfüllen.

Es geht um echte Herzenswünsche

Besonders für die Familien von behinderten, schwer kranken und stark benachteiligten Kindern ist die Erfüllung eines Herzenswun­sches kaum zu realisieren. Immer wieder bekommen die Mitarbeiterinnen von Aktion Kindertraum von dank­baren Eltern die Rückmeldung, wie gut es tut, dass ihnen unbüro­kratisch geholfen und alles für sie organisiert wird. Doch vor allen Dingen, dass sie endlich mal nicht um Hilfe kämpfen müssen.

Durch die Erfüllung ihrer Herzenswünsche schenkt Aktion Kindertraum den Kindern und Jugendlichen unvergessliche Erlebnisse. Dies hilft dabei, die Krankheit für einige Momente zu vergessen oder kann sogar zur Heilung beitragen, da sich Glücksgefühle positiv auf die Psyche auswirken.

Manchmal ist es beispielsweise eine Spezialtherapie, die hilft, aber nicht von den Krankenkassen finanziert wird. Die finanzielle Belastung durch solch eine Spezialtherapie bringt einige Familien an die Grenzen des Möglichen. Hier wird Aktion Kindertraum aktiv, um dem Kind die bestmögliche Förderung zu ermöglichen. Allein das Wissen um diese Hilfe verleiht schon häufig neue Kraft und Lebensmut.

Aktion Kindertraum erfüllt nicht nur die Herzenswünsche einzelner Kinder, sondern auch die von Gruppen oder Einrichtungen, die sich um Kinder kümmern, wie zum Beispiel Hospizeinrichtungen oder Förderschulen.

Die Geschichte der kleinen Emilia

Bild: Aktion Kindertraum

Die kleine Emilia aus der Ukraine wurde mit einer lebensbedrohlichen und seltenen Herzfehlbildung geboren. Die Fehlbildung war so tiefgreifend und selten, dass es keine Möglichkeit gab, Emilia in ihrem Heimatland zu operieren.

Doch die Eltern gaben nicht auf und fanden eine Klinik in Deutschland, die Erfahrungen mit der Operation solcher Herzfehlbildungen hat. Es gelang ihnen auch, die Kosten für die Diagnostik und eine erste Operation in Deutschland mithilfe von Verwandten und Freunden aufzubringen – immer begleitet von der Angst, dass ihnen die Zeit davonrennt und Emilias Herz zu schwach wird.

Bei ihren Untersuchungen stellten die deutschen Ärzte fest, dass Emilias kleines Herz so krank ist, dass es in zwei Schritten operiert werden muss. Die erste Operation erfolgte gleich im Anschluss an die Untersuchungen im Mai 2014 und verlief ohne Komplikationen.

Im Februar 2015 sollte der zweite und abschließende Eingriff stattfinden. Doch wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Ukraine schafften es die Eltern diesmal nicht, die Kosten von 44.900 Euro für die zweite OP allein aufzubringen.

Dank vieler Spender konnte Emilia im Sommer 2015 operiert werden. Der Eingriff verlief gut und Emilia und ihre Eltern können optimistisch in die Zukunft blicken.

So kannst du helfen

Auch du kannst helfen, Herzenswünsche und Kinderträume zu erfüllen, und das auf vielerlei Weise:

Durch Spenden oder Sponsoring oder durch eine Feier zu Gunsten von Aktion Kindertraum. Aktion Kindertraum ist als gemeinnützig anerkannt, daher kannst du deine Spende steuerlich absetzen.

Kennst du ein schwer krankes Kind oder eine Familie mit einem Herzenswunsch? Dann helfe, indem du den Kontakt zu Aktion Kindertraum vermittelst.

Wie auch immer du dich einbringst – Aktion Kindertraum dankt dir im Namen der Kinder und Jugendlichen ganz herzlich dafür.

Mehr Informationen findest du auf www.aktion-kindertraum.de

Die Tropen- und Regenwälder sind der Lebensraum für rund zwei Drittel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten und täglich werden weitere Arten entdeckt. Die Tropenwälder sind zudem die Heimat von zahlreichen indigenen Völkern, die im ständigen Balanceakt zwischen den Kulturen und Traditionen ihrer Vorfahren und der modernen Welt leben.

Alle 2,5 Sekunden ein Fussballfeld

Tropische Regenwälder sind in den Tropen überall dort zu finden, wo es regelmäßig regnet, wie in Südamerika, Zentralafrika und Südostasien beidseits des Äquators bis ungefähr zum 10. Breitengrad. Schätzungen zufolge ist die gesamte Fläche an Tropenwald weltweit rund 1,77 Milliarden Hektar groß.

Das größte noch zusammenhängende Tropenwaldgebiet der Erde ist das Amazonasgebiet in Südamerika. Es ist in etwa so groß wie die Fläche der Europäischen Union. Doch dieser einzigartige Lebensraum schwindet: Pro Jahr gehen brutto etwa neun Millionen Hektar Tropenwald weltweit verloren (im Zeitraum 2000-2012).  Das entspricht der Fläche Portugals. Rechnet man das um, verschwindet alle 2,5 Sekunden Tropenwald von der Größe eines Fußballfeldes.

Wir stehen vor riesigen Herausforderungen

Allein im letzten Jahrhundert wurden jährlich Waldflächen größer als die Fläche Deutschlands zerstört. 75 % der weltweiten Entwaldung sind auf die Umwandlung von Tropenwald in landwirtschaftliche Nutzflächen zurück zu führen.

Dabei spielt v.a. die großflächige industrielle landwirtschaftliche Nutzung eine treibende Rolle. Ein großer Abnehmer für diese Agrarrohstoffe ist die Europäische Union (EU): 36 % der global gehandelten Rohstoffe, für die Tropenwälder fallen mussten, wurden in die EU geliefert.

Das bedeutet aber auch, dass wir als Verbraucher hier in Deutschland jeden Tag etwas für den Regenwaldschutz tun können. Denn unser alltäglicher Konsum hat Auswirkungen, die wir uns nur selten bewusst machen.

So enthält zum Beispiel etwa jedes zweite Produkt in unseren Supermärkten Palmöl, welches zu großen Teilen aus den Regenwaldregionen Asiens stammt. Unsere Massentierhaltung wiederum basiert auf Futtermitteln wie Soja, dessen großflächiger Anbau ein gigantischer Treiber der Regenwaldvernichtung in Südamerika ist. Und so manche Terrasse beherbergt Möbel aus Tropenholz.

Wir stehen vor der riesigen Herausforderung, die letzten Regenwälder mit ihrer Artenvielfalt zu erhalten und zu regenerieren.

Sechs gute Gründe, die Tropenwälder zu schützen

  1. Die tropischen Regenwälder beherbergen rund zwei Drittel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten weltweit. Um die einmalige Vielfalt zu bewahren, gilt es, den Lebensraum von Jaguar, Gorilla, Tukan & Co. zu schützen.
  2. Wir brauchen die Apotheke Regenwald. Sie ist eine Fundgrube für Arzneien und medizinische Produkte. Jedes vierte Medikament enthält Stoffe, die aus Waldpflanzen entwickelt wurden.
  3. Wir brauchen den Wasserspeicher Regenwald. Er treibt den Wasserkreislauf an, schützt vor Dürrekatastrophen und generiert die Regenmassen, die anderswo auf der Welt z. B. die Landwirtschaft erst ermöglichen.
  4. Wir brauchen die Samenbank Regenwald. Viele unserer Nutzpflanzen sind tropischen Ursprungs, z. B. Tomaten, Mangos, Papaya und Kakao. Rückkreuzungen unserer Züchtungen sind erforderlich, um die Anfälligkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Pilze zu verringern. Und viele Menschen leben direkt in dem und von dem Wald.
  5. Wir brauchen den Klimaregulator Regenwald. Wo auch immer die tropischen Regenwälder zerstört werden, werden enorme Mengen CO2 freigesetzt, was den weltweiten Treibhauseffekt weiter anheizt.
  6. Wir brauchen das Vorbild Regenwald. Pflanzen und Tiere dienten schon immer als Vorbild für technische Neuerungen: Das Fliegen wurde den Vögeln abgeschaut und der Lotuseffekt von Blättern dient z.B. der Raumfahrt. Was für Ideen dort wohl noch verborgen liegen?

Was du tun kannst

Willst auch du den Regenwald schützen, so findest du z.B. bei OroVerde viele Ideen, die du in deinem Alltag ganz einfach umsetzen kannst. Denn dein Konsumverhalten hat mehr mit den Tropen- und Regenwäldern zu tun, als du vielleicht ahnst.