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Als wir Anfang November “Das Klimabuch” von Esther Gonstalla und drei unserer Klimaheld*in-Medaillen verlost haben (Instagram, Facebook), haben wir die Crowd gefragt: Was macht ihr eigentlich für den Klimaschutz?

Das Ergebnis ist ein bunter Mix aus ganz tollen Ideen. Manche sind so groß, dass sie viel Planung verlangen, aber es sind auch viele Ideen dabei, die ganz klein und damit für alle jederzeit umsetzbar sind.

Wir haben die besten Ideen, Tipps und Vorschläge aus der Crowd für euch gesammelt. Vielleicht ist ja die eine oder andere Aktion dabei, die du unbedingt mal ausprobieren willst. Los geht’s!

Viele Tipps wurden mehrfach genannt. Deshalb mussten wir eine Auswahl treffen, wessen Kommentar wir in den Artikel übernehmen. Bitte habe Verständnis, wenn du diesmal nicht ausgewählt wurdest. Danke!

Einkaufen

“Ich spare Plastik, da ich meine Brötchen nicht mehr in Papier/Plastik Tüten mit Sichtfenstern einpacken, sondern sie direkt in eine Brotbox packe. An der Kasse mache ich die Box zum Abrechnen wieder auf. Täglich eine Tüte mit Plastik weniger.” (jerome_dax)

“Ich versuche auf typische Einmalprodukte wie Küchenrolle und Abschminkpads zu verzichten.” (fit_vor_40)

“Dinge die man nicht oft braucht leihen nicht gleich Kaufen” (Chris Tin)

“Wir haben viel Plastik aus dem Haus verbannt und beim einkaufen achten wir auch darauf kein Plastik bzw. so wenig wie möglich zu kaufen.” (fentas_leben_baby_sport)

“Ich versuche, weitestgehend auf einmal-Artikel wie coffee2go becher, gefrierbeutel oder sogar tampons (->tasse) zu verzichten.” (lets_study_med)

“Ich kaufe mir keine Kleider mehr bzw. denke nach bevor ich etwas kaufe” (di.ana.vo)

“Ich kaufe Milch, Joghurt und Mineralwasser nur in Glasflaschen, das Gemüse und Obst lose ohne Plastik Tüten. Wenn ich einkaufen gehe benutze ich stofftaschen zum einpacken, die man immer wieder verwenden kann.” (laufvoegelchen)

“Wir kaufen soweit möglich Second Hand” (mel_hohmeyer)

“Kein Duschbad mehr, eine Stück Seife ist die perfekte Alternative, kein Deo mehr, keine Haarfarbe mehr, Wäsche waschen ohne Weichspühler” (Liz Elisa)

“Ich versuche weitestgehend auf Plastik zu verzichten. Selbst mein Sohn 5 zieht da bereits total mit.” (Anika Doherty)

“Ich gehe mit Tupper einkaufen” (Carola Stehr)

“Meine Sportklamotten wurden zT aus recyceltem Plastik gefertigt” (strickblog)

“Getränke statt in Einwegflaschen in Mehrwegflaschen kaufen” (the.running.scout)

DIY

“Wir stellen Seifen, Cremes, Waschmittel, etc. Selbst her” (Julia Schwarzmann)

“Ich mache Bienenwachstücher anstatt Frischhaltefolie zu verwenden” (Annette Renner)

“Ich repariere Klamotten lieber als sie wegzuschmeißen.” (lets_study_med)

“Ich habe fleißig Einkaufsnetze gehäkelt, für Familie, Bekannte und für mich” (fit_vor_40)

“mache aus kastanien mein eigenes waschmittel. ganz kostenlos von mutter natur. manchmal mit a bissal an essig, damit die wäsche weicher wird!” (suetueck)

“Ich versuche bspw. Schuhkartons als Behälter oder Pakete wiederzuverwenden” (karima_nd_)

Strom & Heizung

“Ich spare Strom, achte drauf, immer alles auszustecken und nichts im Standby zu haben.” (uddlduddl)

“Meinen Strom und mein Gas beziehe ich von Greenpeace Energy.” (Mica Jacobs)

“Wir haben beim Hausbau einige Sachen versucht wo wir Strom sparen können eines davon ist das wir das Haus stromlos machen können! (…) wen wir schlafen gehen oder außer Haus dann betätigen wir einen Schalter und machen das Haus bis auf Kühlschrank und gefriertruhe Stromlos” (marlene.running)

“Ich dusche nur kalt” (takeiteasy_running)

“Ich besitze keine Tiefkühltruhe” (strickblog)

Ernährung

“Wir verzichten wenn es möglich ist auf Palmöl! Selbst die Kinder verzichten auf ihren heißgeliebten schokoaufstrich (wegen der Orang-Utans).” (running.hanna)

“Beim Kochen verzichte ich weitestgehend auf das sogenannte Superfood, das weiter gereist ist, als ich es jemals sein werde ;) Heimisches Obst und Gemüse hat’s auch drauf” (katrinchen_1988)

“Ich bin schon seit Jahren Vegetarier und bin gerade dabei meine Ernährung 100% auf Vegan umzustellen.” (papierverliebte)

“Ich trinke nur gefiltertes Leitungswasser und fülle mir dieses jeden Tag in eine 1,5 l Trinkflasche ab, so dass ich 500 Plastikflaschen im Jahr spare. (…) Ich nutze Too Good To Go um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.” (_insane_story_)

“Ich versuche hauptsächlich regionale Produkte zu kaufen (…) und schaue immer wieder, wie man Reste verwerten kann.” (run.dreas)

“Weitestgehend regional und saisonal einkaufen, wenn Fleisch- oder Wurstwaren, dann höchstens 2-3 x im Monat vom Bauern “nebenan”” (wiederwatt)

“Die Große hat das Thema gerade in der Grundschule. Wir haben daher z.B. die Muffins für den Geburtstag in der Schule in kleine Waffelbecher gemacht, um den üblichen Müll zu vermeiden.” (nela_running_mom)

“Ich habe immer meinen wiederverwendbaren Coffee Cup dabei” (trish.runs)

“Ich rette Lebensmittel vor dem Müll (lokale Foodsharing Community)” (simply.me.natti)

“Fleisch nur wenn wir essen gehen schon allein wegen dem Wasserverbrauch” (Petra Süßmann)

Mobilität

“Ich fahre Fahrrad und Bahn und verzichte komplett auf den Luxus Auto.” (jenni_lafleur)

“Ich bin seid drei Jahren nicht mehr geflogen. Bewusst. Denn das hat meinen ökologischen Fußabdruck ziemlich schlecht dastehen lassen. Obwohl der Rest gut war.” (die_gillos)

“Wir haben ein E-Auto (Leben auf dem Land)” (mel_hohmeyer)

“Wir fahren ein Elektroauto, das mit der erzeugten Solarenergie von unserem Haus geladen wird” (run4_what_you_love)

“Mindestens ein Mal pro Woche ist meine Laufstrecke der Weg zur Arbeit und zurück” (Tobias Flörke)

“Ich versuche das Auto so selten wie möglich zu nutzen. Fahre auch die 11km mit dem Rad zu Arbeit, egal bei welchem Wetter.” (Dirk Große)

Garten

“Mein Garten ohne Chemie und natürlich bearbeiten. Für meine Bienen und andere Insekten viel zum blühen anbauen.” (triflo.bln)

“Dieses Jahr haben wir zum erstmal eine Insekten Wiese gemacht und dazu eine Getränke Station gebaut. Über den Herbst und Winter füttern wir die Vögel. (…) Sammeln Regenwasser für die Blumen und Wiesen um diese zu gießen, wenn es ganz heiß ist und wir gießen auch die Bäume an der Strasse.” (Bianca Reiner)

“Wir haben einen großen Garten wo wir jedes Jahr fleißig Blumen, Büsche und Bäume pflanzen.” (Christian Kreßler)

“Ich lass in meinem Garten den “natürlichen” Wuchs überwiegend herschen, sodass Insekten und Kleinstlebewesen gut leben können” (molle.runfit)

“Ich baue im Garten meine eigenes Obst und Gemüse an und kaufe kein eingeschweißtes” (Jessica Rauch)

“Hochbeet für Salat u Kräuter” (Daniela Zehentbauer)

Aufklärung & Aktionen

“Wenn wir beim spazieren gehen oder joggen Müll sehen, heben wir den auf!” (Charlie Jagelki)

“Auf der Arbeit in der Kita schon unsere Kleinsten an die Mülltrennung und das Thema Natur und Umwelt heranführen.” (lauramurmel)

“Ich fahre Mit meiner Tochter sehr viel fahrrad” (Jessica Rauch)

“Ich trample nicht sinnlos auf Grünflächen rum und schmeiße keinen Unrat in die Natur, so erziehe ich auch meine Kids” (Anette Weymann)

“Ich verlasse den Strand nie, ohne dort Müll gesammelt zu haben” (ahoi_nicole)

Hast du weitere Tipps für uns?

Schreibe sie in die Kommentare oder schick uns eine E-Mail!

Drei verschiedene Klima- und Vegetationszonen prägen das Leben in Burkina Faso, einem Binnenstaat in Westafrika. Wüste, Savanne und tropische Wälder folgen aufeinander. Etwa ein Drittel aller etwa 30 Millionen Burkinabé lebt im Ausland – Jean Baptiste Kafando ist einer von ihnen, er wohnt in Berlin.

Seine Arbeit hier in Deutschland und seine Projekte in Burkina Faso sind beide aufs Engste mit dem Klimawandel verknüpft. Doch wenn er die Veränderungen der Natur beobachtet, sorgt er sich vor allem um die sozialen Auswirkungen in Burkina.

Mangos in Deutschland – Warum schmecken sie nicht?

“Als ich zum ersten Mal in Deutschland war, habe ich Mangos gesehen und gekauft. Aber die haben überhaupt nicht geschmeckt. Wenn man weiß, wie Mangos in Afrika wachsen – das war ein Schock für mich”, erzählt Jean-Baptiste Kafando, der in Burkina Faso nach einem Kunst- und Kommunikationsstudium als Journalist gearbeitet hatte.

Als er versuchte zu verstehen, warum Mangos in Deutschland so wenig Geschmack haben, habe er lernen müssen, dass sie unter Einsatz von Pestiziden gezüchtet, unreif geerntet und für lange Transportwege mit Konservierungsmitteln behandelt werden.

Vom Journalisten zum Imker

Doch in Deutschland entdeckte er nicht nur, dass Mangos hier überhaupt nicht schmecken, sondern auch – per Zufall – einen neuen Beruf, der ihm weit spannender vorkam als Journalismus: Er ließ sich zum Imker ausbilden und arbeitet inzwischen seit über zehn Jahren mit Bienen.

Jean-Baptiste Kafando mit seinen Bienen in der Bio-Imkerei in Berlin
Jean-Baptiste Kafando mit seinen Bienen in der Bio-Imkerei in Berlin, (c) Jean-Baptiste Kafando

Dass seine Imkerei biozertifiziert ist, sei keine Überraschung, meint er. Er müsse zwar das Wachs selbst herstellen, auf Einsatz von Chemie völlig verzichten, was die Arbeit anstrengender mache. “Aber das macht Sinn. Auf gesunde Ernährung sollte man sowieso achten. Und wer Bio produziert, hat die Idee, in Harmonie mit der Natur zu leben.”

Das ist sein Klimaschutz im Kleinen. 

Der Klimawandel ist deutlich zu spüren

In einen persönlichen Zwiespalt gerät er, wenn er an sein lange geplantes Projekt in Burkina Faso denkt. Er möchte dort junge Leute zu Imkern ausbilden und eine Imkerei aufbauen, die über das traditionelle Imkern, bei dem der Honig mit Feuer und Strohhalmen aus den Bäumen gewonnen wird, hinausgeht.

Doch dazu muss er das Verhalten der Bienen beobachten und zum Beispiel erforschen, welche Bäume genug Nektar bieten – und regelmäßig nach Burkina Faso fliegen. Das wiederum kann er nur noch schwer mit seinem Klimagewissen vereinbaren.

Was für das Fliegen spricht: Sein Projekt würde, zumindest im Kleinen, wahrscheinlich zu einer besseren Ernährung der Menschen in Burkina beitragen. Denn der Klimawandel sei dort deutlich erlebbar – und mit ihm die sozialen Folgen.

“Jedes Jahr sieht man wie die Wälder immer mehr verschwinden und wie die Savanne immer anders aussieht, und das ist nicht zu diskutieren, das sieht man, das spürt man auch”, meint Kafando.

Und er fügt hinzu, vor allem an Terrorgruppierungen im Osten des Landes denkend: “Diese Krise, die man dort erlebt, hat auch was mit Ernährung zu tun, mit Mangelernährung und Mangel an Lebensmitteln. Weil, jeder Mensch, wenn er sich nicht gut ernähren kann, kann sich alles ausdenken, und das ist schade.“

Ein solcher Zustand kann Extremismus fördern. Vor allem islamistische Gruppierungen überziehen den Osten des Landes momentan mit Gewalt.

Die Folgen treffen den globalen Süden härter

Die Folgen des Klimawandels treffen die Menschen in Afrika und Südostasien am härtesten, dies bestätigte erst jüngst wieder eine im Magazin “Science” veröffentlichte Studie.

Sie bezieht sich darauf, dass die dort lebenden Menschen nicht nur unter extremeren klimatischen Bedingungen leben und verstärkt leben werden, sondern dass sie die Extreme auch nicht so gut durch technische Infrastrukturen ausgleichen können – was etwa den Zugang zu Trinkwasser, den Schutz der Küsten oder die Befruchtung von Pflanzen angeht. 

Massive Abforstungen oder ein in großen Maßstäben sorgloser Umgang mit Müll leisten in Ländern im südlichen Teil der Welt einen Beitrag dazu, dass sich die Lebensbedingungen verschlechtern werden. Dennoch ist unbestreitbar klar: Den größten Anteil am menschengemachten Klimawandel hat der Lebensstil der Menschen in der nördlichen, industrialisierten Hälfte der Welt.

Zum Vergleich: Während in Deutschland im Jahr 2016 jeder Einwohner durchschnittlich für 8,8 Tonnen an CO2-Emissionen verantwortlich war, waren es in Burkina Fasos Nachbarland Sudan nur etwa 0,5 Tonnen pro Einwohner im Jahr – für Burkina Faso liegen keine Werte vor.

Der so genannte ökologische Fußabdruck der Einwohner (der weitere Faktoren mit einbezieht) in beiden Ländern könnte kaum unterschiedlicher sein.

Kafandos Bio-Honig-Laden in Berlin-Friedrichshain
Kafandos Bio-Honig-Laden in Berlin-Friedrichshain, (c) Jean-Baptiste Kafando

Die Diskussion im globalen Norden 

Diskutieren wir in Deutschland also über das Klimapaket der Bundesregierung, dann blicken wir dabei immer noch auf eher grüne Wälder und können sogar über kalte Regentage klagen.

Wir wissen, dass wir trotz allem Zugang zu ökologisch produzierten Lebensmitteln und sauberem Wasser haben und fühlen uns durch Versicherungen, stabile Infrastrukturen und Deichanlagen sowie durch staatliche Fürsorge auch weitestgehend abgesichert, sogar im Fall von Schäden durch Extremwetterlagen.

Für Menschen in anderen Teilen der Erde wird der Klimawandel dabei längst zu einer Frage des Überlebens, die Veränderungen in der Natur sind nicht nur von Jahr zu Jahr deutlicher sichtbar, sondern erfordern schon jetzt individuelle und kollektive Reaktionen – wobei nicht selten die letzte Wahl sein wird, wegzugehen. 

Wie andere Länder auch, verfügt Burkina Faso über einen Nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel, der technologische und ökologische Optionen auswertet – denn auch wenn die Weltgemeinschaft ihre Emissionen sofort drastisch reduzieren würde, sind einige Entwicklungen nicht mehr aufzuhalten. 

Achtgeben, aufmerksam machen und den Wandel einfordern

Wenn Jean Baptiste Kafando sagt: “Mangelernährung führt dazu, dass sich Menschen alles ausdenken können”, dann denkt er an die Schreckensbilder aus seiner Heimat, die ihm noch um einiges näher gehen als uns – und hat mit der Imkerei eine kleine Nische gefunden, wie er hier wie dort versuchen kann, etwas zu bewegen.

Seine Erfahrungen, Fragen und inneren Zwiespälte zeigen dabei, dass die Grenzen zwischen Nord und Süd verschwimmen und wir alle immer mehr als Weltbürger agieren müssen. Aber wie?

Neben dem persönlichen Versuch, den eigenen ökologischen Fußabdruck durch vor allem bewussten Konsum etwas zu verringern, können wir alle Aufmerksamkeit für das Thema generieren und in unserer eigenen Nische nach neuen Lösungen suchen – bei Fridays for Future, als Unternehmer*innen oder Angestellte, als Denker*innen, Macher*innen oder vielleicht durch einen Crowdlauf.

Wir müssen jetzt die Bilder und Geschichten, die uns bewegen, weitertragen und den großen Wandel von der Politik einzufordern. Auch wenn das bedeutet, dass wir in Zukunft auf schlecht schmeckende Mangos völlig verzichten müssen.

Zu leben bedeutet, Ressourcen zu verbrauchen: Nahrung, Energie, Rohstoffe… Das ist ein ganz normaler Vorgang.

Doch wenn wir auf eine Weise leben, die zu viele Ressourcen verbraucht – und das tun wir in den Industrienationen seit Jahrzehnten -, dann überlastet das die Erde.

Das heißt im Klartext: Die Menge an Ressourcen, die wir verbrauchen, kann auf natürliche Weise nicht mehr erneuert werden.

Der Erdüberlastungstag ist erreicht

Seit dem 29. Juli 2019 leben wir als Weltbevölkerung rein rechnerisch bereits auf Pump. Die Ressourcen, die unsere Erde hergeben könnte, ohne darunter zu leiden, sind in diesem Jahr weltweit schon jetzt verbraucht.

Der deutsche Erdüberlastungstag war übrigens schon am 3. Mai. Denn wir in Deutschland verbrauchen fast doppelt so viele Ressourcen wie der weltweite Durchschnitt.

Der Erdüberlastungstag ist also bereits erreicht – in Deutschland sowie weltweit.

Wir alle haben es in der Hand, unser Leben zu verändern, um die Ressourcen der Erde zu schonen und so das Leben und Überleben der nächsten Generationen zu sichern.

Hier sind einige Tipps, was wir gegen die Erdüberlastung tun können (Quelle: ZDF).

1. Weniger Autofahren

18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen sind auf den Verkehr zurückzuführen. Insbesondere der Straßenverkehr schlägt dabei besonders kräftig zu Buche.

Lassen wir am besten das Auto so oft wie möglich stehen. Bewegen wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den Öffentlichen fort.

2. Seltener neue Kleidung kaufen

Um 1 Kilogramm Baumwolle herzustellen, werden rund 15.000 Liter Wasser und 1 Kilogramm schädliche Chemikalien benötigt. Und wir Deutschen kaufen im Schnitt 14 Kilogramm neue Kleidung jedes Jahr.

Fragen wir uns also besser beim Kleiderkauf: “Brauche ich das wirklich? Oder kann ich vielleicht alte Sachen reparieren, Second Hand kaufen oder Kleidung mit anderen tauschen?”

3. Fleischkonsum reduzieren

100 Kilogramm Fleisch produzieren wir in Deutschland pro Person und Jahr. Nur ein Teil davon wird gegessen, der Rest landet oft im Müll.

Die Fleisch-Produktion ist dabei sehr ressourcenintensiv. Sie verursacht viele Treibhausgas-Emissionen und belastet den Boden. Empfohlen wird, dass wir den derzeitigen Gemüsekonsum verdreifachen und den Nüsse- und Samenkonsum verzehnfachen.

4. Nicht mehr fliegen

Das Fliegen verursacht 201 Gramm Treibhausgas-Emissionen pro Person und pro Kilometer. Das Bahnfahren nur 36 Gramm.

Bei Flugreisen werden im Schnitt auch deutlich mehr Kilometer zurückgelegt als bei Bahnreisen. Damit haben Flugreisen höhere Gesamt-Emissionen als Bahnreisen. Anstatt weniger zu fliegen, sollten wir also besser gar nicht mehr fliegen oder uns jedes Mal ernsthaft fragen: “Muss es wirklich ein Flug sein? Gibt es wirklich keine Alternativen?”

5. Strom sparen

Pro Kilowattstunde Strom, die wir verbrauchen, entstehen im Schnitt 474 Gramm CO2. Durch den Umstieg auf Ökostrom könnte der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden.

Aber Vorsicht: Manche Stromanbieter werben mit “Ökostrom”, meinen aber einen Strom-Mix. Was wir brauchen, ist Ökostrom, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Den gibt es auch – und genau darauf müssen wir beim Wechsel des Stromanbieters achten.

Was sind deine Tipps?

Wie versuchst du, deinen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten? Wir freuen uns über deine Kommentare.

Durch die Industrialisierung in den vergangenen 150 Jahren stieg die Durchschnittstemperatur der Erdatmosphäre und der Meere immer weiter an. Hauptursache sind Treibhausgase, die von Menschen produziert werden und sich in der Atmosphäre sammeln. Das hat drastische Konsequenzen in allen Teilen der Erde: Meereis und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Andernorts weiten sich Dürrezonen aus. Wetterextreme wie Überschwemmungen und Stürme nehmen zu und bedrohen Menschen und Tiere. Ganze Tierarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.

2016 war das wärmste Jahr seit 1880

Die internationale Klimapolitik versucht, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Ob das gelingt? Das Jahr 2016 war bereits 1,1 Grad Celsius wärmer als in vorindustrieller Zeit, und damit das wärmste Jahr seit 1880, dem Beginn der Klimaaufzeichnung.

Alle wissen, dass die Weltgemeinschaft handeln muss, um die globale Erwärmung einzudämmen. Die gute Nachricht ist: Jeder einzelne von uns kann etwas tun und so einen kleinen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

So kannst du das Klima schützen

Viele kleine Beiträge zum Klimaschutz haben in der Summe eine große Wirkung. Mit diesen Ideen kann jeder von uns das Klima schützen – überall und jeden Tag:

  • Fahre kurze Strecken mit dem Rad oder gehe zu Fuß. So kommst du 100% emissionsfrei von A nach B und tust was für deine Gesundheit.
  • Wenn du reisen musst, reise klimabewusst. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, zu reisen ohne das Klima übermäßig zu belasten. Hier findest du Inspiration für grünes Reisen.
  • Trenne Elektrogeräte, die du nicht benutzt, vom Strom. Damit reduzierst du deinen Stromverbrauch. Das ist gut für deinen Geldbeutel und für unser Klima.
  • Koche mit Deckel, statt “oben ohne”. So bleibt die Hitze einfach im Topf und entweicht nicht in die Küche. Das spart ein Drittel Energie.
  • Im Winter ist kurzes Stoßlüften besser als langes Kippen. Schon ein paar Minuten intensives Lüften tauscht die komplette Raumluft aus.
  • Verwende beim Einkauf Mehrwegtragetaschen. Du kannst sie immer wieder verwenden. Eine stabile Tragetasche, z.B. aus Recyclingkunststoff, hält oft jahrelang, ohne kaputt zu gehen.

Hier kannst du dir alle Klimatipps für den Alltag gratis herunterladen: WWF Klimatipps

Klimabewusst reisen

Wusstest du, dass Reisen eine besonders große Menge an CO₂ verursachen? Die Klimaschutzorganisation atmosfair in Berlin kompensiert die Treibhausgase, die z.B. bei Flugreisen entstehen. Damit betreibt sie aktiven Klimaschutz. Auch du kannst mit atmosfair deine CO₂ Emissionen kompensieren. Probier’s aus: Jetzt CO₂ kompensieren