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Auch Wochen nach der katastrophalen Explosion in Beirut gibt es für die Bewohner des Libanon noch keine Entwarnung, was ihre Gesundheitsversorgung angeht: Nicht nur sind drei Krankenhäuser schwer beschädigt, darunter mit dem Saint-George-Hospital eines der wichtigsten Krankenhäuser das Libanon – bei der Explosion wurden auch im Hafen lagernde medizinische Güter zerstört.

Nach Angaben der WHO sind mehr als die Hälfte der medizinischen Versorgungseinrichtungen nicht mehr einsatzbereit.

Was Menschen nach Katastrophen hart und plötzlich trifft, ist für andere trauriger Alltag: Wenn man krank wird, ist es an vielen Orten der Welt schwer, Hilfe zu bekommen.

So auch im lateinamerikanischen Guatemala, an der Grenze zu Mexiko: Vor allem die indigene Bevölkerung lebt zum Großteil unter der Armutsgrenze. Besonders die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate ist aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung hier besonders hoch.

Der Staat ist nicht zu sehen – lokale Gesundheitsversorger*innen übernehmen es, für sauberes Wasser, Hygiene bei Lebensmitteln und im Sanitärbereich zu sorgen oder lokale Heilmittel anzupflanzen, zu verarbeiten und auszugeben. Doch sie brauchen Unterstützung.

Verschlechterung der medizinischen Situation durch Corona

Wie in Guatemala oder Beirut, ist es auch an vielen anderen Orten der Welt die gemeinnützige Organisation action medeor, die sich für eine Basisgesundheitsversorgung und eine gerechte Verteilung qualitativ hochwertiger Medikamente einsetzt – wir unterstützen sie mit unserem Heal the World Virtual Run.

action medeor arbeitet über lokale Partner, die Wissen über Veränderungsprozesse vor Ort haben. Ihr Ziel ist es, lokale Strukturen so zu stärken, dass action medeor vor Ort langfristig nicht mehr gebraucht wird.

Klar wird das an folgendem Beispiel:

Während wir, wenn wir krank sind, einfach zum Arzt gehen, müssen Menschen vor allem in ländlichen Regionen in Afrika, Asien oder Lateinamerika mehr als 100 Kilometer zu Fuß gehen, um medizinische Hilfe zu erhalten – das geht zu weit. Das ist eine Tatsache, die sehr betroffen stimmt und die Ungerechtigkeit, die auf dieser Welt herrscht, widerspiegelt. 100 Kilometer Fußweg zum nächsten Krankenhaus/Apotheke/Arzt bedeutet nämlich auch, dass man nicht mit den kleinsten Wehwehchen direkt zum Arzt läuft. Ob man die 100 Kilometer tatsächlich auf sich nimmt, muss gut überlegt sein. Wenn man sich entschließt, dann doch zum Arzt zu gehen, ist der Gesundheitszustand oft schon so schlimm, dass der Fußweg noch anstrengender ist als sowieso schon. (Linda Merse, action medeor)

Im Jahr 2020 hat die Arbeit von action medeor neue Dimension bekommen: Das Coronavirus macht eine bessere medizinische Versorgung, mehr Aufklärung, bessere hygienische Verhältnisse und mehr Schutzkleidung erforderlicher denn je.

Aber nicht nur das Virus selbst sorgt dafür, dass sich die Ungleichverteilung der weltweiten medizinischen Versorgung nochmals verschärft. So berichtete action medeor Vorstand Sid Peruvemba noch im August: „Durch die Lockdowns funktionieren die Warenströme und Versorgungsketten nicht mehr. Die Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage, gleichzeitig steigen die Preise für Lebensmittel und Medikamente. Wir merken bereits jetzt, dass Hunger und Krankheiten sich weiter ausbreiten.“

likuni hospital malawi

Nicht nur Lateinamerika oder Beirut – ein Schwerpunkt der Arbeit von action medeor ist in Afrika. Auf dem Bild: das Likuni Hospital in Malawi. (Foto: Boris Breuer / action medeor)

Medikamente gegen Corona: Wie sollen sie global gerecht verteilt werden?

Internationale Organisationen warnen: Wenn es erst mal wirksame Medikamente und Impfstoffe gegen Corona gibt, werden die Länder des globalen Südens schnell vergessen sein.

Schon jetzt sichern sich westliche Staaten durch Investitionen Millionen von Impfdosen, Patentrechte auf Medikamente sind im Gespräch – denn gerade die großen Pharmafirmen, die bereits Patente auf etwa lebenswichtige HIV-Medikamente halten, sind jetzt wieder vorne dran, was die Coronaforschung angeht.

Sind das alles Vorzeichen auf Verteilungskämpfe, die ausbrechen werden und die Gräben zwischen armen und reichen Ländern vertiefen? Oder kann sich die globale Solidarität durchsetzen?

Die schlimmste Diagnose: Hilflosigkeit. (Action Medeor)

Bereits jetzt ist allerdings klar: Überlastete Gesundheitssysteme töten – auch bei uns vor der Tür, wie die erschreckenden Bilder aus Bergamo zeigten.

Global gesehen trifft Corona auch auf eine Ungleichverteilung von bereits grassierenden Krankheiten. „Wir befürchten inzwischen wieder einen Anstieg von Krankheiten wie Malaria, HIV/Aids oder Tuberkulose, bei deren Bekämpfung wir in den vergangenen Jahren durchaus Erfolge vorweisen konnten“, sagt Peruvemba.

Denn neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie dürfe eines nicht vergessen werden: „In Entwicklungsländern sterben nach wie vor 2,6 Millionen Menschen jedes Jahr an Tuberkulose, HIV/Aids und Malaria. Das bedeutet, dass in den ersten vier Monaten dieses Jahres über 850.000 Menschen an diesen behandelbaren Krankheiten gestorben sind – fast fünfmal so viel wie im gleichen Zeitraum an Corona.“

Ein Zeichen der Hoffnung setzen: Aufmerksamkeit und Spenden

Durch das Coronavirus ist das Thema Gesundheitsversorgung näher an uns alle gerückt: Wir dürfen aufatmen, weil eine Überlastung des Gesundheitssystems bei uns bisher ausgeblieben ist und darauf hoffen, dass auch schwere Fälle eine adäquate Behandlung bekommen.

Doch es ist jetzt nötiger denn je, sich für eine Verbesserung des Gesundheitssystems und eine gute medizinische Versorgung einzusetzen – im eigenen Land und weltweit – und ein Zeichen dafür zu setzen, dass die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht nur für uns, sondern für alle Menschen auf der Welt gilt.

Morticia besitzt ein Tättowier- und Piercingstudio hoch oben im Norden Deutschlands – direkt an der Nordsee. Als Crowdlauf Anfang April die Selbstständigen aus der Community auf Instagram und Facebook fragte, wie es ihnen derzeit geht, antwortete Morticia: „Die Kosten laufen weiter… Einnahmen natürlich nicht. Es nützt ja nichts. Irgendwie muss ich das schaffen.“

Drei Monate später gehört Morticia zu denen, die sagen können, dass sie glimpflich durch die Corona-Krise gekommen sind: „Wir Tattoostudios haben es insofern ganz gut, dass wir Kunden haben, die nicht wegbrechen. Sie haben einen Wunsch, der sich zu späterem Zeitpunkt nachholen lässt und aufgeschoben, jedoch nicht aufgehoben werden muss.“

Ihr Laden ist wieder geöffnet und auch die Umstellung auf neue Hygieneregeln war – für ein Tattoostudio, in dem schon immer hohe Standards gelten – nicht schwer.

morticia tattoostudio

Wie antwortet Morticia auf die Frage, wie sie in die Zukunft blickt? So: „Na, positiv natürlich!“ (Bild: Morticia privat)

Die Krise macht Schwachpunkte der Gesellschaft sichtbar

„Mental hat mich dieses Vollschließung allerdings schon in eine echte Existenzangst gebracht“, sagt Morticia aber auch – und sie glaubt, dass „Verschieben und Vertrösten von Kunden“ noch eine längere Zeit präsent bleiben werden, und auch, dass sich Planen und Vorsorgen in der Zukunft ändern könnten. Trotzdem bleibt sie optimistisch.

Gesellschaftlich gesehen sind mit der Corona-Krise einige – zwar längst bekannte, aber gern verdrängte – Themen auf die Tagesordnung gekommen.

  • Gesundheitssystem: Wer hat wie Zugang? Wie können die Ressourcen verteilt werden?
  • Demokratie: Welche Maßnahmen werden wie ausgehandelt? In welchen Staatsformen fühlen sich Bürger beschützt, kontrolliert, gleich behandelt?
  • Arbeitsbedingungen: Nicht nur im Gesundheitssystem, auch in der Fleischproduktion und auf dem Bau werden alte Defizite jetzt deutlich sichtbar.
  • Tierwohl und Umweltschutz: Obwohl das Virus den Menschen befällt, rückt es über Umwege katastrophale Zustände im Umgang mit Tieren in den Fokus.
  • Ernährung und Gesundheit: Über die eigene Gesundheit, aber auch das Thema Tierwohl, beschäftigen sich viele nochmals neu mit der eigenen Ernährung – mit gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen.

Corona-Krise and Beyond: Solidarität braucht neue Formen

Auf solche Fragen braucht es neue Antworten, finden unter anderem die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens. Die Idee dahinter: Alle Menschen erhalten von Geburt bis zum Tod einen bestimmten Betrag vom Staat – als Absicherung und ohne Gegenleistung.

Gestritten wird darüber, ob Menschen mit Grundeinkommen weniger arbeiten würden und sich insgesamt egoistischer verhielten – oder ob genau das Gegenteil der Fall wäre: Soziale und kreative Arbeiten könnten interessanter werden, weil sie für einige das Leben mit mehr Sinn füllen – unbeliebtere Arbeiten müssten dagegen anders entlohnt werden als bisher.

Bedingungsloses Grundeinkommen: Jetzt schon Zukunft spielen

Ohne es auszuprobieren, wird man nie Antworten auf diese Fragen haben – findet der Verein Mein Grundeinkommen e.V. Er verlost monatlich Grundeinkommen für mehrere Menschen, jeweils für sechs bis 12 Monate. Die Tests werden begleitet und ausgewertet und zeigen demnach vor allem: Das Geld löst Veränderungen aus, weil es nicht an Bedingungen geknüpft ist.

„In Praxistests nutzen Menschen das Mehr an Freiheit durch das Grundeinkommen dazu, wieder besser zu sich selbst zu sein: Sie schlafen besser, leben gesünder, sind körperlich aktiver und insgesamt zufriedener“, sollen fünf Jahre Verlosungen ergeben haben.

Geht es einer Person besser, haben alle etwas davon, meint der Mein Grundeinkommen e.V. – eigenes Wohlbefinden mache solidarisch: „Es ist diese individuelle Zufriedenheit, die zu mehr Gemeinschaft führt – weil sie frei gewählt und aus Lust heraus geboren ist.“

bedingungsloses grundeinkommen

Geld kann solidarisch machen, wenn es bedingungslos kommt – sagen Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens (Bild: Pixabay.com)

Krise als Neustart: Der Weg zu Veränderung führt über Werte

In seinem Buch „Krise als Neustart“ schreibt der Psychiater und Autor Jan Kalbitzer aus Berlin, dass die aktuelle Krise nicht nur das Gute aus den Menschen hervorbringe, sondern „innerfamiliäre Beziehungen und Freundschaften auf den Prüfstand stelle“.

Durch Corona werde etwa plötzlich sichtbar, wer zugunsten anderer auf etwas verzichten kann, wer schnell zum Denunzianten wird oder wer sich an der Krise bereichert – und das schmerzhafterweise auch bei Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis.

Sein Buch war schon lange vor Corona in Arbeit – bezogen auf individuelle Lebenskrisen. Dass Corona jetzt als globale Krise alle – in unterschiedlichen Formen – trifft, ist für Kalbitzer (ohne das Leid beschönigen zu wollen) auch Chance:

  1. Erstens führt das gemeinsame Erleben einer Krise zu mehr Verständnis untereinander
  2. Zweitens können durch die aktuellen Veränderungen im Alltag leichter neue Verhaltensmuster eingeführt werden
  3. Drittens werden jetzt grundlegende Werte bewusst (etwa Gesundheit und Familie) – was sich auch in größeren, gesellschaftlichen Veränderungen auswirken kann

Sein Buch ist eine Anleitung, sich bewusst zu werden, was das eigene Leben blockiert – aber auch, sich auf die eigenen Werte zu besinnen und das Leben danach auszurichten. Das geschieht nicht im stillen Kämmerchen, sondern laut Kalbitzer am besten mit einer vertrauenswürdigen Person aus dem nicht zu nahen Umfeld. Also: In Solidarität.

Die Vergessenen der Krise

Morticia hätte sich gewünscht, dass die Tattöwiererbranche die Wiedereröffnung nicht erst hätte einklagen müssen – man hatte die Tättowierer vergessen, so ihr Eindruck.

Sich abgehängt und vergessen zu fühlen, ist einer der größten Energiekiller. Doch vermittelt sich in der Krise eines leider auch schnell: Man ist ziemlich oft auf sich selbst zurückgeworfen und kann darüber andere vergessen, sowohl im Kleinen als auch in der großen Politik.

Dabei zeigt sich jetzt ebenso deutlich wie nie, dass wir auf andere angewiesen sind – denn schon nächste Woche können wir es sein, die ein positives Testergebnis erhalten oder einen Job nicht mehr machen können (aus welchen Gründen auch immer), und dann gute Ärzte und gute Freunde brauchen.

Solidarität mit anderen ist also ein Geschenk, das man geben kann, auf das man für sich hoffen kann.

Neue Solidarität: Mut haben und jenseits aller Grenzen denken

Studien während der Krise haben gezeigt, dass wir Solidarität oft nur zeigen, solange sie bequem ist. Dass wir bei aller Solidarität nicht nur an die denken sollten, denen wir uns aus irgendwelchen Gründen verbunden fühlen – ältere Personen, Familien mit Kindern, ein Land, das wir gerne bereisen –, dass Solidarität grenzenlos und immer kritisch sein muss, dass niemand zurückbleiben sollte, darauf machen Organisationen wie medico international derzeit vehement aufmerksam.

Wie wäre es damit? Wir nehmen uns – frei nach Jan Kalbitzers Buch – Zeit, uns klarzumachen, für welche Werte wir einstehen. Was bedeuten Freiheit, Gesundheit, Wohlbefinden, Glück, Gleichberechtigung, für uns?

Und fassen uns dann den Mut, gemeinsam Gutes zu tun und für diese Werte einzustehen – sichtbar geworden gerade eben auch durch Black Lives Matter.

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Corona-Hilfspakets eine Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 %, und der ermäßigte Satz von 7 auf 5 % reduziert.

Unternehmen ist es freigestellt, ob sie diese Steuersenkung an ihre Kund*innen weitergeben oder nicht.

Stellt sich also die Frage: Wie geht Crowdlauf mit der Mehrwertsteuer-Senkung ab dem 1. Juli 2020 um?

  • Werden die Medaillen und Virtual Runs in der zweiten Jahreshälfte günstiger?
  • Oder bleiben die Preise stabil – und wenn ja, was geschieht dann mit den erzielten Mehreinnahmen?

Die Kurzfassung

Jede Mehreinnahme bedeutet bei uns:

  • mehr Geld für Charity-Organisationen, weil wir 75 % vom Jahresgewinn spenden
  • mehr Krisensicherheit für Crowdlauf, weil die restlichen 25 % wichtige Rücklagen für uns sind

Deshalb sieht unser Mehrwert-Weg so aus: Wir halten die Preise stabil. Denn mit diesen Mehreinnahmen, den Direktspenden aus “Million Hopes” und den 75 % vom Jahresgewinn erwarten wir in diesem Jahr eine Spendensumme von mindestens 18.000 € – und eröffnen gleichzeitig neue Chancen für Crowdlauf, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein. 

Die 18.000 € an Spenden wären übrigens fast das Dreifache dessen, was wir in 2018 und 2019 zusammen an Charities fließen lassen konnten.

Damit hätten wir unser Ziel auch in diesem Jahr mehr als erreicht: Sport machen für den guten Zweck und so die wertvolle Arbeit unterstützen, die gemeinnützige Organisationen Tag für Tag leisten.

Unsere Gedanken zur Mehrwertsteuer-Senkung

Wir erklären euch, wie wir zu der Entscheidung gekommen sind, unsere Medaillen und Virtual Runs nicht günstiger zu machen.

Aktuell führen wir von jeder verkauften 19-Euro-Medaille 3,03 € ans Finanzamt ab. Das entspricht den derzeit gültigen 19 % Mehrwertsteuer.

Wenn die Mehrwertsteuer auf 16 % sinkt und wir diese Reduktion an euch weitergeben würden, würde eine Medaille ab dem 1. Juli 18,59 € kosten. Ihr würdet also 41 Cent weniger bezahlen.

Da wir nur eine überschaubare Anzahl an Produkten im Shop haben, wäre der Aufwand, die Preise anzupassen, einigermaßen überschaubar für uns. Ganz im Gegensatz übrigens zu sehr vielen anderen Unternehmen, denen das Riesenprobleme bereitet.

Die Preise auf unserer Website würden dann zwar ziemlich schräg aussehen: Anstatt dass jede Medaille weiterhin mit 19,00 € ausgewiesen wäre, würde dann überall 18,59 € stehen. Schon etwas strange… 😊

Gleichzeitig hätte das aber auch eine positive Außenwirkung: “Crowdlauf gibt die Mehrwertsteuer-Senkung an Kund*innen weiter.”

Warum auch nicht, wenn in Deutschland die Steuer sinkt? Als Unternehmer fänden wir es Kund*innen gegenüber nur fair, das zu tun.

Noch fairer finden wir aber, wenn wir an dieser Stelle die Perspektive ausweiten und uns die Frage stellen:

Können wir diese Steuersenkung nutzen, um einen noch größeren Mehrwert zu schaffen, der über den individuellen Sparvorteil von 41 Cent hinausgeht?

Die Arbeit, die wir (Robert und Daniel) in Crowdlauf stecken, wird von einem großen Gedanken geleitet:

Bei uns steht kein Profitinteresse im Vordergrund, sondern der Wille, mit unserem unternehmerischen Handeln zu einem positiven gesellschaftlichen Wandel beizutragen.

Das formulieren wir so auch auf unserer Spenden-Seite.

Es ist eine ganz wichtige Säule von Crowdlauf, mit unseren Medaillen und Virtual Runs – kombiniert mit euren Kilometern und Punkten – Spenden für gemeinnützige Organisationen zu erzielen.

Was könnte für uns also näher liegen, die Senkung der Mehrwertsteuer zu nutzen, um noch mehr Gutes dieser Art zu tun – und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Crowdlauf auf einem zukunftssicheren Fundament steht?

Das ist unser Mehrwert-Weg

Anstatt also die normalen Medaillen-Preise um 41 Cent zu senken und damit individuelle Sparvorteile zu schaffen, verbuchen wir diese 41 Cent als Mehreinnahmen. Damit wächst unser Jahresgewinn – und gleichzeitig unser Spendentopf.

75 % vom Jahresgewinn spenden wir an gemeinnützige Organisationen. In 2020 sind das unter anderem Straßenkinder e.V. und das SchutzengelWerk (Kinderhilfe Virtual Run), das Projekt Bienenretter (Summ Summ Virtual Run) sowie Ozeankind e.V. (Meeresrauschen Virtual Run). Es werden noch weitere in diesem Jahr hinzu kommen.

Wenn wir alles zusammenrechnen (75 % vom Jahresgewinn PLUS “Million Hopes”-Spenden PLUS Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuer-Senkung) und eine Prognose erstellen, erwarten wir eine Spendensumme von mindestens 18.000 € allein in 2020. Fast das Dreifache der letzten beiden Jahre zusammen!

Die restlichen 25 % sind Rücklagen, die wichtig für uns sind, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben und bei Bedarf sinnvolle Investitionen tätigen zu können.

Aus unserer Sicht ist das der Weg, der der Idee von Crowdlauf am nächsten kommt.

Wie siehst du das?

Hältst du eine andere Regelung für besser? Oder hast du eine Frage zum Thema?

Schreibe gerne in die Kommentare oder schicke uns eine E-Mail.

In diesem Artikel möchten wir euch informieren, wie sich die Ausbreitung des Corona-Virus auf unsere laufenden und geplanten Virtual Runs auswirkt.

Viele von euch haben sich vor kurzem das Starterpaket für den Kinderhilfe Virtual Run bestellt, oder wollten bei unserem neuen Virtual Run “Beyond Absage” mitmachen, und fragen sich nun zurecht:

  • Finden die Virtual Runs überhaupt statt?
  • Wenn ja, gibt es Änderungen am Ablauf?
  • Und was muss ich in Zeiten von Corona beachten, wenn ich einen Virtual Run machen möchte?

Wir werden diese Fragen hier klären. Doch zuerst von unserer Seite ein wichtiger Hinweis zur aktuellen Lage.

Corona: bleibt besonnen!

Das Corona-Virus hat uns und unseren Alltag voll im Griff. Wir alle müssen jetzt besonnen handeln. Nur so können wir die weitere Ausbreitung des Virus verlangsamen.

Dadurch gewinnen wir Zeit – und diese wird dringend benötigt, um Erkrankte rechtzeitig zu therapieren und um einen Impfstoff gegen den Virus zu entwickeln.

Nochmal: Es ist jetzt wirklich sehr wichtig, unser Verhalten an die aktuellen Umstände anzupassen! Das bedeutet vor allem:

  • Abstand zu anderen Menschen halten
  • Häufiger als sonst die Hände waschen

Sport im Freien ist nach wie vor möglich, so lange es keine Ausgangssperren gibt. Sollten sie kommen, haltet euch bitte daran!

Und bitte achtet darauf, möglichst alleine Sport zu machen und euch dabei nicht zu verletzen! Krankenhäuser und Rettungsdienste haben schon genug zu tun.

Updates zu unseren Virtual Runs

Jetzt folgen die wichtigsten Informationen zu unseren aktuellen und geplanten Virtual Runs.

Mit Stand heute, 19.3.2020, können wir sagen: Alle Virtual Runs finden statt, denn…

  • sie sind keine Großveranstaltungen
  • sie bieten allen Teilnehmenden die Möglichkeit, alleine Sport zu machen
  • sie können flexibel an die aktuellen Umstände angepasst werden (freie Wahl von Zeit und Ort, sowie oft sogar der Sportart)

Wir empfehlen euch aber:

  • Nehmt alleine am Virtual Run teil, lauft also nicht in einer Laufgruppe und nicht mit eurem Laufbuddy.
  • Lauft zu einer Zeit, in der wenige Menschen unterwegs sind.
  • Lauf an einem Ort, an dem sich wenige Menschen aufhalten.
  • Lauft vorsichtig, um euch nicht zu verletzen.

Kinderhilfe Virtual Run

  • Startet wie geplant am Sonntag, 22.3.2020
  • Einige Lauf-Veranstaltungen des “Berliner Kinderhilfe Laufcups”, der von Laufleistung Hoch3 organisiert wird und zu dem unser Virtual Run parallel stattfinden sollte, mussten wegen Corona abgesagt oder verschoben werden.
  • Unser Kinderhilfe Virtual Run findet aber bis auf weiteres an den 16 vorgesehenen Tagen statt.
  • Laufleistung Hoch3 bietet allen, die sich zum Laufcup angemeldet haben, die Möglichkeit, ihre Läufe an den geplanten Tagen trotzdem zu absolvieren.

Zum Kinderhilfe Virtual Run

Million Hopes Virtual Run

  • Läuft wie geplant weiter. Noch kein Enddatum in Sicht.
  • Die Brände in Australien sind zwar unter Kontrolle, doch jetzt hat der Wiederaufbau die aller größte Priorität.
  • Weiterhin fließen 5 € von jeder verkauften “Million Hopes”-Medaille an Charity-Organisationen, die sich in Australien engagieren.
  • Gerade in Zeiten von Corona bietet dieser Virtual Run die meisten Freiheiten. Es gibt keine zeitlichen Einschränkungen (der Virtual Run ist seit 15.1. durchgängig aktiv) und auch in der Wahl der Sportart sind alle Teilnehmenden maximal flexibel.

Zum Million Hopes Virtual Run

Beyond Absage Virtual Run

  • Geplanter Start ist der 27.3.2020. Läuft erstmal auf unbestimmte Zeit.
  • Unser neuester Virtual Run, den wir als Ersatz für alle abgesagten Rennen ins Leben gerufen haben.

Zum Beyond Absage Virtual Run

Sobald sich die Corona-Situation ändert und es neue Auswirkungen auf die Virtual Runs gibt, werden wir euch zeitnah informieren.

Bleibt gesund!

Durch die globale Ausbreitung des Corona-Virus Covid-19 wurden bereits viele Lauf-Events auf der ganzen Welt abgesagt oder verschoben. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind schon geschlossen – und wo sie noch geöffnet sind, lautet die Empfehlung der Behörden: nicht hingehen!

All diese Maßnahmen sind richtig und wichtig. Denn wenn Großveranstaltungen nicht stattfinden und soziale Einrichtungen vorübergehend dicht machen, kann die rapide Ausbreitung des Virus zumindest verlangsamt werden.

Das schützt Menschenleben. Und es gibt derzeit kein wichtigeres Ziel als dieses.

Dennoch machen sich bei Läuferinnen und Läufern, die von den Absagen betroffen sind, Frustration und Enttäuschung breit. Das Training in den letzten Wochen und Monaten war hart. Wie haben wir uns nicht durch die Kälte gequält, all den Stürmen und Regenschauern getrotzt, um schneller oder weiter laufen zu können!

Bei den ersten Lauf-Events des Jahres wollten wir uns und anderen beweisen, dass wir unsere bisherigen Bestzeiten unterbieten können – oder dass wir es wirklich drauf haben, einen Halbmarathon oder Marathon zu finishen.

Und jetzt das: Corona lässt die Wettkämpfe platzen. Einen nach dem anderen. Die Chance, die eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, wurde verschoben – auf unbestimmte Zeit.

Wirklich auf unbestimmte Zeit?

Virtual Runs: Lauf-Alternativen in Zeiten von Corona

Wenn Sport-Veranstaltungen abgesagt werden und wir alle dazu aufgerufen sind, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, dann muss uns das sportlich gesehen nicht ausbremsen.

Denn auch Virtual Runs bieten die Chance, uns und anderen in einer wettkampfähnlichen Situation zu beweisen, wie viel schneller wir geworden sind und wie viel weiter wir jetzt laufen können.

🏃‍♀️ Lies dazu auch: Virtual Run – Gemeinsam mit der Crowd Gutes tun

Bei dieser besonderen Art von Läufen entscheidest du selbst, wann und wo du läufst – und auch, ob du dich alleine oder mit anderen auf den Weg machst. In einer Tabelle werden die Läufe von allen Teilnehmenden zentral erfasst. Du kannst dich also, wenn du willst, auch mit anderen messen.

Gerade in Zeiten von Corona bietet dir diese Freiheit, den eigenen Lauf genau so zu gestalten, wie es für dich am besten ist, ein großes Stück an Sicherheit.

Du kannst dir auch bei einem Virtual Run das Ziel setzen, besonders weit oder besonders schnell zu laufen, und so quasi deinen geplanten Wettkampf in deiner eigenen Trainings-Umgebung simulieren.

Die Virtual Runs von Crowdlauf sind außerdem alle einem guten Zweck gewidmet. So kannst du laufen, dich mit Medaillen belohnen und gleichzeitig noch etwas Gutes tun.

Die Botschaft lautet also: Sport in Zeiten von Corona ist möglich.

Wir müssen aber unsere sportlichen Aktivitäten auf die aktuelle Situation anpassen und mit den neuen Gegebenheiten besonnen umgehen.

Corona und Sport: Worauf wir achten müssen

Gerade jetzt sind sportliche Aktivitäten jeder Art nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Wir alle wissen das. Wir alle hören und lesen das jeden Tag in den Medien.

Und es ist auch richtig so! Ja, wir sollten Fitnessstudios und Schwimmhallen meiden. Ja, wir sollten soziale Kontakte reduzieren, gerade auch im Training, wenn wir schwitzen und hecheln und es dadurch vermehrt zu Tröpfcheninfektionen kommen kann.

Und ja, auch Virtual Runs sind keine Ideallösung. Es kann durchaus gute Gründe geben, auf einen virtuellen Wettkampf- oder Trainingslauf zu verzichten, z.B. dann, wenn man ihn zusammen mit einer Laufgruppe absolvieren wollte.

Wir können aber gesundheitliche Risiken beim Sport deutlich reduzieren, wenn wir auf einige Dinge achten:

  • An der frischen Luft trainieren.
  • Auch im Freien von größeren Gruppen fern halten.
  • Bis auf weiteres lieber ohne Laufbuddy trainieren.
  • Weniger häufig trainieren, dafür bei Bedarf intensiver.
  • Mit den Händen nicht ins Gesicht fahren.
  • Möglichst nichts anfassen, was andere Menschen auch anfassen (Türgriffe etc.).
  • Mehrmals am Tag für mindestens 20 Sekunden die Hände waschen.

Wenn wir alle mithelfen, die allgemeinen Hygienevorgaben zu befolgen und für eine gewisse Zeit soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, dann ist das gut für uns und für die Menschen in unserem Umfeld.