In unserer Blog-Serie “Na, du?!” stellen wir Crowdläufer*innen vor, die uns auffallen. Sei es, weil sie in der Crowd besonders aktiv sind, sich mehr als andere für Charity-Organisationen engagieren oder außergewöhnliche Dinge tun.

Heute stellen wir Regine vor. Auf Instagram kennt ihr sie als @laufjunkie_mit_hund. Regine hat gesundheitlich eine schwere Zeit hinter sich. Darüber sprechen wir mit ihr – und auch, wie das Laufen ihr geholfen hat, ihre Krankheit zu überwinden.

Crowdlauf: Hallo, Regine. Schön, dass du dir Zeit nimmst. Stell dich doch mal bitte kurz vor, damit die Crowd dich kennenlernt.

Regine: Ich bin Regine, 40, alleinerziehende Mama aus dem bayerisch-württembergischen Grenzgebiet an der Iller. Eigentlich bin ich Lehrerin für Englisch und Geschichte. Allerdings bin ich seit 2018 dienstunfähig.

Wie es dazu kam, darüber sprechen wir gleich. Vorher interessiert uns noch etwas anderes: Auf Instagram nennst du dich @laufjunkie_mit_hund. Magst du uns deine treuen Begleiter auch vorstellen? 

Das sind zum einen Banjo, mein 3-jähriger Cavalier King Charles Spaniel, den ich bei mir habe seit er 12 Wochen alt ist.

Zum anderen Leika, meine 8-jährige Mischlingshündin, die erst seit Januar 2020 bei mir wohnt. Sie musste ganz kurzfristig ihre Familie verlassen und hat bei uns ein neues Zuhause gefunden.

Crowdlaeuferin Regine mit ihren Hunden Banjo und Leika

Crowdläuferin Regine mit ihren Hunden Banjo und Leika. Bild: Regine privat

In deinem Instagram-Profil schreibst du was von Hirntumor und Depressionen. Das hört sich an, als hättest du eine schwere Zeit hinter dir.

Ich erhielt im Dezember 2010 die Diagnose Gehirntumor. Meine Tochter war da 2 1/2 Jahre, mein Sohn 4 Monate alt.

Meine Reaktion auf diesen Schlag war: Ignorieren und so schnell als möglich zurück in den Alltag – zumindest sobald es die OP und der Regenerationsprozess zuließen.

Ich hab sehr schnell in der Schule wieder angefangen und mehr als 100% gegeben – ohne auf die physischen und psychischen Narben dieser Erkrankung zu achten.

So bin ich innerhalb von ein paar Jahren in eine dicke Depression geschlittert.

Was hast du gemacht, um da wieder rauszukommen?

Zur Behandlung meiner Depression war ich zweimal für längere Zeit in einer psychosomatischen Klinik.

Dort wurde mir bereits beim ersten Aufenthalt bewusst, wie wichtig regelmäßiges Laufen für mich ist. Mich spüren, meinen Körper spüren, in Kontakt mit der Natur sein.

Seit ich regelmäßig laufe, sind meine Kopfschmerzen erträglicher und während des Laufens höre ich meinen Tinnitus überhaupt nicht. Das motiviert mich jeden Tag aufs Neue Laufen zu gehen – seit mittlerweile vier Jahren.

Echt gut! Und was bedeutet es dir, für den guten Zweck zu laufen? Du bist ja bei vielen Aktionen von uns am Start.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass es mir heute physisch und psychisch so geht.

Mein Hobby Laufen mit wohltätigen Zwecken zu kombinieren bietet mir die Möglichkeit, dieser Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.

Diese Frage stellen wir allen: Welche Crowdlauf-Medaille findest du am schönsten – und welches unserer Themen liegt dir am meisten am Herzen?

Ich mag die “Hundemedaille” am liebsten. Samt dem dazugehörigen Thema. (Anm.: Regine meint “Zurück ins Leben“)

Eine posttraumatische Belastungsstörung mit Hilfe ausgebildeter Hunde zu behandeln ist so eine wunderbare Herangehensweise.

assistenzhunde medaille ptbs crowdlauf vorderseite

Bei der “Zurück ins Leben”-Medaille geht es um Menschen, die an PTBS leiden, und wie Assistenzhunde ihnen bei der Therapie helfen können. Bild: Crowdlauf

Zu welchem Thema, das es noch nicht bei uns gibt, sollten wir unbedingt mal einen Virtual Run oder eine Medaille anbieten?

Tierheime leisten in meinen Augen eine unglaublich wichtige Aufgabe.

Ist notiert! :) Vielen Dank für deine Zeit, Regine, und alles Gute!

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