Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Corona-Hilfspakets eine Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 %, und der ermäßigte Satz von 7 auf 5 % reduziert.

Unternehmen ist es freigestellt, ob sie diese Steuersenkung an ihre Kund*innen weitergeben oder nicht.

Stellt sich also die Frage: Wie geht Crowdlauf mit der Mehrwertsteuer-Senkung ab dem 1. Juli 2020 um?

  • Werden die Medaillen und Virtual Runs in der zweiten Jahreshälfte günstiger?
  • Oder bleiben die Preise stabil – und wenn ja, was geschieht dann mit den erzielten Mehreinnahmen?

Die Kurzfassung

Jede Mehreinnahme bedeutet bei uns:

  • mehr Geld für Charity-Organisationen, weil wir 75 % vom Jahresgewinn spenden
  • mehr Krisensicherheit für Crowdlauf, weil die restlichen 25 % wichtige Rücklagen für uns sind

Deshalb sieht unser Mehrwert-Weg so aus: Wir halten die Preise stabil. Denn mit diesen Mehreinnahmen, den Direktspenden aus “Million Hopes” und den 75 % vom Jahresgewinn erwarten wir in diesem Jahr eine Spendensumme von mindestens 18.000 € – und eröffnen gleichzeitig neue Chancen für Crowdlauf, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein. 

Die 18.000 € an Spenden wären übrigens fast das Dreifache dessen, was wir in 2018 und 2019 zusammen an Charities fließen lassen konnten.

Damit hätten wir unser Ziel auch in diesem Jahr mehr als erreicht: Sport machen für den guten Zweck und so die wertvolle Arbeit unterstützen, die gemeinnützige Organisationen Tag für Tag leisten.

Unsere Gedanken zur Mehrwertsteuer-Senkung

Wir erklären euch, wie wir zu der Entscheidung gekommen sind, unsere Medaillen und Virtual Runs nicht günstiger zu machen.

Aktuell führen wir von jeder verkauften 19-Euro-Medaille 3,03 € ans Finanzamt ab. Das entspricht den derzeit gültigen 19 % Mehrwertsteuer.

Wenn die Mehrwertsteuer auf 16 % sinkt und wir diese Reduktion an euch weitergeben würden, würde eine Medaille ab dem 1. Juli 18,59 € kosten. Ihr würdet also 41 Cent weniger bezahlen.

Da wir nur eine überschaubare Anzahl an Produkten im Shop haben, wäre der Aufwand, die Preise anzupassen, einigermaßen überschaubar für uns. Ganz im Gegensatz übrigens zu sehr vielen anderen Unternehmen, denen das Riesenprobleme bereitet.

Die Preise auf unserer Website würden dann zwar ziemlich schräg aussehen: Anstatt dass jede Medaille weiterhin mit 19,00 € ausgewiesen wäre, würde dann überall 18,59 € stehen. Schon etwas strange… 😊

Gleichzeitig hätte das aber auch eine positive Außenwirkung: “Crowdlauf gibt die Mehrwertsteuer-Senkung an Kund*innen weiter.”

Warum auch nicht, wenn in Deutschland die Steuer sinkt? Als Unternehmer fänden wir es Kund*innen gegenüber nur fair, das zu tun.

Noch fairer finden wir aber, wenn wir an dieser Stelle die Perspektive ausweiten und uns die Frage stellen:

Können wir diese Steuersenkung nutzen, um einen noch größeren Mehrwert zu schaffen, der über den individuellen Sparvorteil von 41 Cent hinausgeht?

Die Arbeit, die wir (Robert und Daniel) in Crowdlauf stecken, wird von einem großen Gedanken geleitet:

Bei uns steht kein Profitinteresse im Vordergrund, sondern der Wille, mit unserem unternehmerischen Handeln zu einem positiven gesellschaftlichen Wandel beizutragen.

Das formulieren wir so auch auf unserer Spenden-Seite.

Es ist eine ganz wichtige Säule von Crowdlauf, mit unseren Medaillen und Virtual Runs – kombiniert mit euren Kilometern und Punkten – Spenden für gemeinnützige Organisationen zu erzielen.

Was könnte für uns also näher liegen, die Senkung der Mehrwertsteuer zu nutzen, um noch mehr Gutes dieser Art zu tun – und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Crowdlauf auf einem zukunftssicheren Fundament steht?

Das ist unser Mehrwert-Weg

Anstatt also die normalen Medaillen-Preise um 41 Cent zu senken und damit individuelle Sparvorteile zu schaffen, verbuchen wir diese 41 Cent als Mehreinnahmen. Damit wächst unser Jahresgewinn – und gleichzeitig unser Spendentopf.

75 % vom Jahresgewinn spenden wir an gemeinnützige Organisationen. In 2020 sind das unter anderem Straßenkinder e.V. und das SchutzengelWerk (Kinderhilfe Virtual Run), das Projekt Bienenretter (Summ Summ Virtual Run) sowie Ozeankind e.V. (Meeresrauschen Virtual Run). Es werden noch weitere in diesem Jahr hinzu kommen.

Wenn wir alles zusammenrechnen (75 % vom Jahresgewinn PLUS “Million Hopes”-Spenden PLUS Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuer-Senkung) und eine Prognose erstellen, erwarten wir eine Spendensumme von mindestens 18.000 € allein in 2020. Fast das Dreifache der letzten beiden Jahre zusammen!

Die restlichen 25 % sind Rücklagen, die wichtig für uns sind, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben und bei Bedarf sinnvolle Investitionen tätigen zu können.

Aus unserer Sicht ist das der Weg, der der Idee von Crowdlauf am nächsten kommt.

Wie siehst du das?

Hältst du eine andere Regelung für besser? Oder hast du eine Frage zum Thema?

Schreibe gerne in die Kommentare oder schicke uns eine E-Mail.

4 Kommentare
  1. lisa.bernegger
    lisa.bernegger sagte:

    Vollkommen Vanessas Meinung. Mach weiter so ;)
    Und vielen Dank für die Offenheit und all die Arbeit, die ihr in die Projekte steckt.
    LG Lisa

    Antworten
  2. Vanessa K.
    Vanessa K. sagte:

    Hey ihr lieben ,
    Ich finde , dass ist eine sehr gute Lösung . Auf 41 Cent kann ich gut verzichten gerade wenn es für einen guten Zweck ist .

    Danke für die Erklärung und was dahinter steckt

    Viele Grüße
    Vanessa 💚

    Antworten

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