Zu leben bedeutet, Ressourcen zu verbrauchen: Nahrung, Energie, Rohstoffe… Das ist ein ganz normaler Vorgang.

Doch wenn wir auf eine Weise leben, die zu viele Ressourcen verbraucht – und das tun wir in den Industrienationen seit Jahrzehnten -, dann überlastet das die Erde.

Das heißt im Klartext: Die Menge an Ressourcen, die wir verbrauchen, kann auf natürliche Weise nicht mehr erneuert werden.

Der Erdüberlastungstag ist erreicht

Seit dem 29. Juli 2019 leben wir als Weltbevölkerung rein rechnerisch bereits auf Pump. Die Ressourcen, die unsere Erde hergeben könnte, ohne darunter zu leiden, sind in diesem Jahr weltweit schon jetzt verbraucht.

Der deutsche Erdüberlastungstag war übrigens schon am 3. Mai. Denn wir in Deutschland verbrauchen fast doppelt so viele Ressourcen wie der weltweite Durchschnitt.

Der Erdüberlastungstag ist also bereits erreicht – in Deutschland sowie weltweit.

Wir alle haben es in der Hand, unser Leben zu verändern, um die Ressourcen der Erde zu schonen und so das Leben und Überleben der nächsten Generationen zu sichern.

Hier sind einige Tipps, was wir gegen die Erdüberlastung tun können (Quelle: ZDF).

1. Weniger Autofahren

18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen sind auf den Verkehr zurückzuführen. Insbesondere der Straßenverkehr schlägt dabei besonders kräftig zu Buche.

Lassen wir am besten das Auto so oft wie möglich stehen. Bewegen wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den Öffentlichen fort.

2. Seltener neue Kleidung kaufen

Um 1 Kilogramm Baumwolle herzustellen, werden rund 15.000 Liter Wasser und 1 Kilogramm schädliche Chemikalien benötigt. Und wir Deutschen kaufen im Schnitt 14 Kilogramm neue Kleidung jedes Jahr.

Fragen wir uns also besser beim Kleiderkauf: “Brauche ich das wirklich? Oder kann ich vielleicht alte Sachen reparieren, Second Hand kaufen oder Kleidung mit anderen tauschen?”

3. Fleischkonsum reduzieren

100 Kilogramm Fleisch produzieren wir in Deutschland pro Person und Jahr. Nur ein Teil davon wird gegessen, der Rest landet oft im Müll.

Die Fleisch-Produktion ist dabei sehr ressourcenintensiv. Sie verursacht viele Treibhausgas-Emissionen und belastet den Boden. Empfohlen wird, dass wir den derzeitigen Gemüsekonsum verdreifachen und den Nüsse- und Samenkonsum verzehnfachen.

4. Nicht mehr fliegen

Das Fliegen verursacht 201 Gramm Treibhausgas-Emissionen pro Person und pro Kilometer. Das Bahnfahren nur 36 Gramm.

Bei Flugreisen werden im Schnitt auch deutlich mehr Kilometer zurückgelegt als bei Bahnreisen. Damit haben Flugreisen höhere Gesamt-Emissionen als Bahnreisen. Anstatt weniger zu fliegen, sollten wir also besser gar nicht mehr fliegen oder uns jedes Mal ernsthaft fragen: “Muss es wirklich ein Flug sein? Gibt es wirklich keine Alternativen?”

5. Strom sparen

Pro Kilowattstunde Strom, die wir verbrauchen, entstehen im Schnitt 474 Gramm CO2. Durch den Umstieg auf Ökostrom könnte der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden.

Aber Vorsicht: Manche Stromanbieter werben mit “Ökostrom”, meinen aber einen Strom-Mix. Was wir brauchen, ist Ökostrom, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Den gibt es auch – und genau darauf müssen wir beim Wechsel des Stromanbieters achten.

Was sind deine Tipps?

Wie versuchst du, deinen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten? Wir freuen uns über deine Kommentare.

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