Wenn wir von schönen Charity-Projekten erfahren, die wir gut und unterstützenswert finden, dann berichten wir auch mal in unserem Blog darüber.

Heute möchten wir euch das Projekt “Glücklich geht einfach” vorstellen. Der Fußballverein SuS Rünthe 08 e.V. sammelt Sportkleidung und verteilt sie an Kinder in Nigeria.

Ihr könnt das Projekt unterstützen, indem ihr bis zum 24. Juni um 11 Uhr hier für “Glücklich geht einfach” votet.

Über “Glücklich geht einfach”

Folgende Infos wurden uns von den Organisator*innen des Projekts zur Verfügung gestellt.


Gemeinsam mit einem Freund hat Dietmar Wurst aus Werne, 1. Vorsitzender des SuS Rünthe, das Projekt “Glücklich geht einfach” gestartet und Sportartikel für Afrika gesammelt. Auch die WDR Lokalzeit berichtete darüber.

Es ist eine unglaubliche Menge an Fußballschuhen, Trikots etc. zusammengekommen, die sicherlich ein Lachen in die Gesichter der Jungen und Mädchen in Afrika zaubern werden.

Der Transport der gesammelten Spenden nach Nigeria ist inzwischen organisiert und finanziert. Allerdings wird noch Geld benötigt, um die gesammelten Sportartikel vor Ort im Rahmen von Schulfesten, Dorfmeisterschaften etc. zu verteilen.

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann hier für “Glücklich geht einfach” abstimmen. Einfach die E-Mail-Adresse eintragen und danach über die Bestätigungsmail bestätigen. Bis zum 24.06.2021 um 11 Uhr ist Zeit zum Abstimmen. 

Insgesamt haben sich 63 Projekte beworben. Die ersten 20 erhalten eine finanzielle Unterstützung.


Wir von Crowdlauf wünschen viel Erfolg und hoffen, dass ihr die Unterstützung, die ihr benötigt, auch bekommt!

Frauen im Ausdauersport haben es immer noch schwer: Gut trainierte, kräftige Frauen passen nicht ins gesellschaftliche Bild – genauso wenig wie Frauen, die Zeit in Sport statt in Kind und Familie investieren. Mit dem WMN Virtual Run wollen wir gemeinsam als Crowd diese und weitere stereotype Frauenbilder ein Stück weit überwinden. Ein Teil unserer Kampagne ist dieser Artikel. Hier lassen wir Ausdauersportlerinnen erzählen, wie sie Hindernisse überwinden und warum sie trotz diverser Widrigkeiten weiter ihren Sport ausüben.

“Wir hatten das Glück, dass uns schon ganz früh viel zugetraut wurde und es keinen Unterschied gemacht hat, ob wir Mädchen oder Jungen sind”, erzählt Anna Hahner.

Sie und ihre Zwillingsschwester Lisa wuchsen auf einem Bauernhof auf, beide sind Marathonläuferinnen und waren 2016 bei den Olympischen Sommerspielen in Rio mit dabei.

Und sie wissen ganz genau, was neben ihrem Training und der nötigen Disziplin für ihre sportliche Karriere auch förderlich war:

“Ein Umfeld, das an die eigene Stärke glaubt und gleichzeitig bereit ist, einen aufzufangen, wenn es mal nicht klappt, ist wichtig.” (Anna Hahner)

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Anna Hahner, im Hintergrund ihre Zwillingsschwester Lisa. Bild: philphamphoto

Sehr häufig ist das aber eben nicht der Fall: Mädchen üben im Schulsport eher Gymnastik und Volleyball als Langstreckenlauf. Sie werden von Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen ganz anders angespornt als ihre männlichen Altersgenossen.

Anstatt “Versuch es nochmal, das geht besser”, hören Mädchen eher: “Schön, dass du es überhaupt probiert hast. Das macht nichts, wenn es nicht so gut klappt.”

Bin ich gut genug für diesen Sport?

Mädchen sollen zwar schlank, aber nicht zu trainiert sein. Dieses Körperbild kann in der Pubertät den Grundstein für eine lebenslange Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper legen und einen unbeschwerten Zugang zum Sport versperren.

“Viele Frauen haben Angst, nicht gut genug zu sein und trauen sich oft viel zu wenig zu”, findet auch die Profi-Triathletin Daniela Bleymehl.

Sie ist nicht nur mehrfache Siegerin auf der Lang-, Mittel- und Olympischen Distanz im Triathlon, sondern auch Mutter und Familienmensch. Daniela weiß, dass es nicht immer einfach ist, Familie und Profi-Sport unter einen Hut zu kriegen. Das sollte Frauen aber nicht davon abhalten, den Sport, den sie lieben, auch auszuüben, findet sie:

“Häufig wird zu wenig Zeit als Ausrede vorgeschoben, was ich sehr schade finde, denn die meisten wissen gar nicht, was ihnen hier entgeht. Grundsätzlich kann ich nur jede Frau ermutigen, Ausdauersport zu treiben und bin überzeugt, dass jede(r) dadurch an positiver Energie, Kraft und Selbstbewusstsein gewinnt.” (Daniela Bleymehl)

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Profi-Triathletin Daniela Bleymehl. Bild: Daniela Bleymehl privat

Gleichberechtigungen im Sport geht nur, wenn Vorurteile überwunden werden

Nicht auffallen, niemandem einen Grund zum Reden geben – viele Frauen hält genau das erstmal davon ab, sich eine passende Sportart zu suchen.

“Als ich 2015 mit dem Laufen anfing, habe ich 18 kg mehr gewogen als jetzt. Es haben mich Selbstzweifel geplagt und ich habe mich in meinem Körper überhaupt nicht wohl gefühlt“, erzählt Verena Deichmann aus dem Brooks Run Happy Team.

Für ihre ersten Laufversuche ist sie damals extra raus aufs Land gefahren, weil sie Angst hatte, dass sie jemand sieht und sich lustig über sie macht. Mittlerweile ist Verena schon zwei Marathons gelaufen und auf den dritten trainiert sie gerade hin.

“Ich habe damals von einigen zu hören bekommen, dass ich das ja eh nicht durchziehen und schaffen würde, ich mir die Enttäuschung lieber direkt sparen solle. Das hat natürlich am Anfang Selbstzweifel ausgelöst, mir aber dann irgendwann den Ansporn gegeben ‘Jetzt erst Recht!'” (Verena Deichmann)

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Verena Deichmann hat sich von niemandem ausbremsen lassen. Bild: Verena Deichmann privat

Auch Jana Bauer hat die Erfahrung gemacht, dass erstmal kaum jemand an ihre sportlichen Ambitionen glaubte.

Das spürte sie vor allem dann, als sie erzählte, dass sie ihren ersten Halbmarathon laufen wolle: “Das Unverständnis war groß, übrigens nicht nur von den Männern, sondern tatsächlich überwiegend von anderen Frauen.”

Jana ist Mutter und die erste Reaktion aus ihrem Umfeld war, dass sie “als Mama schließlich andere Aufgaben habe, als dauernd sinnlos durch den Wald zu rennen.”

Mittlerweile ist die Unterstützung in ihrem Familien- und Freundeskreis groß. Aber es kommt trotzdem immer wieder vor, dass sie von anderen Ablehnung erfährt: “Das geht von blöden Kommentaren wie ‘jetzt überholt uns sogar eine Frau’ bis hin zu Belehrungen, was genau meine Aufgaben als Ehefrau und Mutter zu sein haben.”

Solche Vorurteile und stereotypen Geschlechterrollen frustrieren Jana und machen sie manchmal auch wütend:

“Wieso darf ein Mann, der auch Vater und Ehemann ist, sich seine Freizeit nehmen und eine Frau kann das nicht? Wieso kann eine Frau nicht genauso schnell laufen wie ein Mann? Und was ist schlimm daran, wenn sie sogar schneller ist?” (Jana Bauer)

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Jana Bauer musste mit Vorurteilen kämpfen. Bild: Jana Bauer privat

Ultratrails sind Männersache. Ach ja?!

“Das ist nichts für Mädchen. Das ist zu gefährlich. Das ist zu heftig für deinen zierlichen Frauenkörper”, musste sich Juliane Ilgert von Freunden und Familie anhören, als sie mit Anfang 20 beschloss, an einem 100 Kilometer-Lauf in den Bergen teilzunehmen.

Noch mehr habe man ihr um die Ohren geworfen, das “wäre unattraktiv, wenn Frauen so einen Sport betrieben, einmal, weil zu viele Muskeln männlich aussähen und zum anderen, weil der Sport als solcher, in Konkurrenz zu anderen zu treten, sich durch die ‘Wildnis’ zu kämpfen etc., sehr männlich sei – solche Sprüche kamen da.“

Auch sie ließ sich nicht beirren, trennte sich sogar von ihrem festen Freund, der sie blockierte – und lief weiter. Heute ist sie eine erfahrene Ultratrail-Läuferin und Teil des ASICS Frontrunner Teams.

“Seitdem bin ich über 150 Wettkämpfe gelaufen, mein Leben hat sich durch den Sport sehr zum Fantastischen verändert, selbst meine Karriere in der Kanzlei hier in München hat der Extremsport positiv befeuert – Ich bereue nichts!” (Juliane Ilgert)

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Ultraläuferin Juliane Ilgert ließ sich ihre Freude am Laufen nicht nehmen. Bild: Andy Astfalck

Auch Susi Lehmann ist schon mehrere Marathons und Ultratrails gelaufen. Aber auch ihr war es früher erstmal unangenehm, in Gegenwart von anderen zu laufen: “Ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass mich jemand sieht, den ich kenne.”

Ihr Wille und ihre Bereitschaft, einfach ihr “eigenes Ding durchzuziehen”, kamen erst mit der Zeit. Auch sie musste diese mentale Hürde überwinden und weitermachen, um ihr Selbstvertrauen zu finden.

Gegen Vorurteile kämpfen und niemals aufgeben, das lohnt sich nicht nur für die Sportlerin selbst, meint Susi heute:

“Ich denke, dass Sport im Allgemeinen den Menschen viel mehr Selbstvertrauen gibt. Man setzt sich Ziele, erreicht diese und bekommt dadurch einen richtigen ‘Boost’ im Leben. Als Frau im Ausdauersport kann man auf jeden Fall ein Vorbild für alle sein, die eventuell noch unter Selbstzweifeln leiden und sie dazu ermutigen, ebenfalls ihr Ding durchzuziehen.” (Susi Lehmann)

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Susi Lehmann findet, Ausdauersportlerinnen haben Vorbildfunktion. Bild: Susi Lehmann privat

Pionierinnen im Rad- und Laufsport

Isabell Groß fühlte sich als Frau nie benachteiligt. “Ich möchte aber dazu beitragen, dass es anderen Frauen und auch diversen Menschen genauso gut geht wie mir”, sagt sie und beschäftigt sich auch damit, “welche Rechte Frauen anderswo immer noch nicht haben” – und wie privilegiert man sich als Frau heute fühlen kann, wenn man in die Vergangenheit schaut.

Der Blick zurück zeigt tatsächlich Abstruses: Ende des 19. Jahrhunderts schrieb ein britischer Arzt, dass weibliche Fortpflanzungsorgane funktionsunfähig werden könnten, wenn frau zu viel rennt, klettert oder hüpft, so der Deutschlandfunk.

Eine amerikanische Medizinerin meinte demnach noch 1889, dass Frauen durch die Hausarbeit schon genug Bewegung bekämen. Und auch die Geschichte des Profisports der Frauen ist eine Geschichte von Pionierinnen: 1924 fuhr Alfonsina Strada, italienische Radsportlerin, getarnt als Mann den Giro d’Italia der Männer mit – im Ziel wurde die Sensation bejubelt. Und 1967 nahm Kathrine Switzer aus den USA unerkannt als Frau am Boston Marathon teil.

Unterschiedliche Profigehälter, schlechtere Sponsorenverträge: Der Gender-Pay-Gap ist in den meisten Sportarten noch immer besonders ausgeprägt. Bei Prämien kann er im Fußball sogar auf bis zu 87 Prozent steigen, wie auch der Deutschlandfunk recherchiert hat.

Körperliche Unterschiede zwischen Mann und Frau im Sport? Ja, die gibt es!

Wenn über Gleichberechtigung und Anerkennung im Sport geredet wird, heißt das für Ausdauersportlerinnen auf keinen Fall, sich mit Männern gleich zu machen.

Denn einige körperliche Unterschiede gibt es durchaus, zum Beispiel hormoneller Art, wie die Ärztin und ASICS Frontrunnerin Alexandra Stumpenhagen weiß.

Insbesondere bei der Trainingsgestaltung sieht Alexandra hier einiges an Nachholbedarf: “Man sollte in Trainingsplänen etwas mehr Fokus darauf legen, dass Frauen nicht jeden Tag gleich funktionieren, da sie deutlich höheren hormonellen Schwankungen ausgesetzt sind als Männer.”

Das würde nicht nur zu positiveren Trainingseffekten führen, sondern hätte auch auf mentaler Ebene positive Auswirkungen:

“Dann würde man Frauen automatisch mehr dabei unterstützen, den Sport und das Training entsprechend der Bedürfnisse des Körpers anzupassen und damit mehr Selbstvertrauen zu schaffen.” (Alexandra Stumpenhagen)

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Alexandra Stumpenhagen wünscht sich optimierte Trainingspläne für Frauen. Bild: Andy Astfalk

Aber es gibt auch noch ganz andere Situationen, in denen die Unterschiede zwischen Frauen und Männern beim Sport ans Licht kommen. Eine davon musste Isabell Groß erleben. Sie beschreibt die Situation so:

“2015 stand ich im Startblock des Berlin Marathons, musste dringend pinkeln und mich erstmal aus der Masse kämpfen, ewig am Dixi anstehen und mich zurück wühlen. Als es endlich los ging, standen nach einem Kilometer schon reihenweise Männer am Rand und haben in die Gegend gepisst. DAS kotzt mich so richtig an. Zum einen, weil’s eklig ist, aber auch, weil ICH das nicht einfach so machen kann.” (Isabell Groß)

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Für Isabell Groß werden Unterschiede zwischen Männern und Frauen auch auf Lauf-Events sehr deutlich. Bild: Isabell Groß privat

Am wichtigsten ist: anfangen und durchhalten

Ganz abgesehen davon ist für alle Sportlerinnen klar: Durch regelmäßigen Sport steigt das Selbstvertrauen und das Gespür für den eigenen Körper verändert sich.

“Das Laufen und der Sport hat unsere Selbstwahrnehmung enorm verbessert”, sagt Anna Hahner. “Wir spüren sofort, wenn in unserem Körper etwas nicht funktioniert und können dadurch reagieren. Das hat unser Vertrauen in uns und unseren Körper gestärkt, wir wissen was wir können, wir wissen, wie stark wir sind und können das auch nach außen ausstrahlen.”

Schiefe Blicke waren auch Susi Lehmann bald egal: “Mit jedem Kilometer, den ich mehr laufen konnte, wurde mein Selbstvertrauen größer und irgendwann war es mir dann Wurscht und ich bin gelaufen, wann und wo ich wollte.”

Sich zu überwinden und einfach anzufangen – das ist extrem wichtig, findet Nora Biever. Auch wenn es manchmal schwer fällt – aber es kann sich sehr lohnen:

“Der Anfang war für mich der Grundstein einer Leidenschaft, einer Befreiung und eines gesünderen Lebens in allen Bereichen. Ich würde lügen wenn ich behaupten würde, dass ich nicht auch heute noch an Unsicherheiten leiden würde. Nichtsdestotrotz: Dieser Moment, wenn man für ein Ziel gekämpft hat und es dann erreicht, ist unbezahlbar.” (Nora Biever)

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Für Nora Biever wurde der Sport zu einer Befreiung. Bild: Nora Biever privat

Auch, wenn jede Sportlerin ab und an noch an eigene Grenzen stößt, aufhören würde keine von ihnen mehr. Vorteile wie Spaß und Selbsterfahrung überwiegen eindeutig.

“Grundsätzlich muss man im Sport natürlich lernen, auch mit Rückschlägen, wie Verletzungen, Niederlagen oder sonstigen Enttäuschungen umzugehen”, weiß Profi-Triathletin Daniela Bleymehl. “Aber aus solchen Situationen bin ich bisher immer stärker herausgekommen und denke, der Sport ist hier der beste Weg, für’s Leben zu lernen”.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Unser WMN Virtual Run soll für alle Frauen, aber auch für Männer und Diverse, die sich engagieren möchten, eine Plattform sein. Lasst uns gemeinsam Sport machen und ein Zeichen setzen für mehr geschlechtliche Gleichstellung in unserer Gesellschaft!

Gleichzeitig sammeln wir Erfahrungen und Erlebnisse hier in diesem Artikel. Bist auch du Ausdauersportlerin? Was hast du auf deinem Weg von den ersten sportlichen Anfängen bis heute alles erlebt?

Durch die globale Ausbreitung des Corona-Virus Covid-19 wurden bereits viele Lauf-Events auf der ganzen Welt abgesagt oder verschoben. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind schon geschlossen – und wo sie noch geöffnet sind, lautet die Empfehlung der Behörden: nicht hingehen!

All diese Maßnahmen sind richtig und wichtig. Denn wenn Großveranstaltungen nicht stattfinden und soziale Einrichtungen vorübergehend dicht machen, kann die rapide Ausbreitung des Virus zumindest verlangsamt werden.

Das schützt Menschenleben. Und es gibt derzeit kein wichtigeres Ziel als dieses.

Dennoch machen sich bei Läuferinnen und Läufern, die von den Absagen betroffen sind, Frustration und Enttäuschung breit. Das Training in den letzten Wochen und Monaten war hart. Wie haben wir uns nicht durch die Kälte gequält, all den Stürmen und Regenschauern getrotzt, um schneller oder weiter laufen zu können!

Bei den ersten Lauf-Events des Jahres wollten wir uns und anderen beweisen, dass wir unsere bisherigen Bestzeiten unterbieten können – oder dass wir es wirklich drauf haben, einen Halbmarathon oder Marathon zu finishen.

Und jetzt das: Corona lässt die Wettkämpfe platzen. Einen nach dem anderen. Die Chance, die eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, wurde verschoben – auf unbestimmte Zeit.

Wirklich auf unbestimmte Zeit?

Virtual Runs: Lauf-Alternativen in Zeiten von Corona

Wenn Sport-Veranstaltungen abgesagt werden und wir alle dazu aufgerufen sind, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, dann muss uns das sportlich gesehen nicht ausbremsen.

Denn auch Virtual Runs bieten die Chance, uns und anderen in einer wettkampfähnlichen Situation zu beweisen, wie viel schneller wir geworden sind und wie viel weiter wir jetzt laufen können.

🏃‍♀️ Lies dazu auch: Virtual Run – Gemeinsam mit der Crowd Gutes tun

Bei dieser besonderen Art von Läufen entscheidest du selbst, wann und wo du läufst – und auch, ob du dich alleine oder mit anderen auf den Weg machst. In einer Tabelle werden die Läufe von allen Teilnehmenden zentral erfasst. Du kannst dich also, wenn du willst, auch mit anderen messen.

Gerade in Zeiten von Corona bietet dir diese Freiheit, den eigenen Lauf genau so zu gestalten, wie es für dich am besten ist, ein großes Stück an Sicherheit.

Du kannst dir auch bei einem Virtual Run das Ziel setzen, besonders weit oder besonders schnell zu laufen, und so quasi deinen geplanten Wettkampf in deiner eigenen Trainings-Umgebung simulieren.

Die Virtual Runs von Crowdlauf sind außerdem alle einem guten Zweck gewidmet. So kannst du laufen, dich mit Medaillen belohnen und gleichzeitig noch etwas Gutes tun.

Die Botschaft lautet also: Sport in Zeiten von Corona ist möglich.

Wir müssen aber unsere sportlichen Aktivitäten auf die aktuelle Situation anpassen und mit den neuen Gegebenheiten besonnen umgehen.

Corona und Sport: Worauf wir achten müssen

Gerade jetzt sind sportliche Aktivitäten jeder Art nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Wir alle wissen das. Wir alle hören und lesen das jeden Tag in den Medien.

Und es ist auch richtig so! Ja, wir sollten Fitnessstudios und Schwimmhallen meiden. Ja, wir sollten soziale Kontakte reduzieren, gerade auch im Training, wenn wir schwitzen und hecheln und es dadurch vermehrt zu Tröpfcheninfektionen kommen kann.

Und ja, auch Virtual Runs sind keine Ideallösung. Es kann durchaus gute Gründe geben, auf einen virtuellen Wettkampf- oder Trainingslauf zu verzichten, z.B. dann, wenn man ihn zusammen mit einer Laufgruppe absolvieren wollte.

Wir können aber gesundheitliche Risiken beim Sport deutlich reduzieren, wenn wir auf einige Dinge achten:

  • An der frischen Luft trainieren.
  • Auch im Freien von größeren Gruppen fern halten.
  • Bis auf weiteres lieber ohne Laufbuddy trainieren.
  • Weniger häufig trainieren, dafür bei Bedarf intensiver.
  • Mit den Händen nicht ins Gesicht fahren.
  • Möglichst nichts anfassen, was andere Menschen auch anfassen (Türgriffe etc.).
  • Mehrmals am Tag für mindestens 20 Sekunden die Hände waschen.

Wenn wir alle mithelfen, die allgemeinen Hygienevorgaben zu befolgen und für eine gewisse Zeit soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, dann ist das gut für uns und für die Menschen in unserem Umfeld.

Bei unseren Virtual Runs gehen Menschen überall auf der Welt für wohltätige Zwecke an den Start. Sie laufen wann und wo sie möchten, sind aber Teil einer ganzen Bewegung und unterstützen so auch Charity-Organisationen.

Was haben Silke aus Köln, Malte aus Hamburg und Stephan aus Augsburg gemeinsam? Sie alle laufen für den guten Zweck. Und obwohl sie sich noch nie live gesehen haben, ziehen sie alle an einem Strang und schnüren ihre Laufschuhe, um laufend Gutes zu tun.

Möglich wird dies durch unsere Virtual Runs. Das sind Charity-Läufe, zu denen wir online aufrufen und an denen du – ganz unabhängig von deinem Wohnort – individuell teilnehmen kannst.

Gleichzeitig setzt du dich damit gemeinsam mit allen anderen Teilnehmenden für dieselbe gute Sache ein und kannst auch sehen, wer mit dir den Virtuellen Lauf absolviert.

Virtuelle Laufveranstaltung: flexibel, individuell, gemeinsam

Doch was ist der Vorteil gegenüber klassischen Charity-Läufen?

Bei den Virtuellen Läufen entscheidest du selbst, wann, wo und mit wem du an den Start gehen willst. Auch das Tempo und die Distanz, die du in deinem Lauf zurücklegst, bestimmst du selbst. Einen festgelegten Event-Termin gibt es nicht, nur einen Zeitraum, in dem der Lauf absolviert werden muss.

Eine „einsame Geschichte” sind die Virtuellen Läufe trotzdem nicht, denn du bist Teil der Crowd – der großen, virtuellen Laufgemeinschaft aller Crowdläufer*innen. Online kannst du Erfahrungen austauschen, du kannst dich und andere motivieren und du kannst in selbst organisierten Gruppen echte Lauffreundschaften schließen.

Wir, Robert und Daniel, die Gründer von Crowdlauf, sind dabei, das Prinzip, das schon seit vielen Jahren etwa in den USA populär ist, fest in Deutschland zu etablieren.

„Wir rufen regelmäßig zu Virtual Runs auf, bei denen Sportbegeisterte aus Deutschland, Österreich und den angrenzenden Ländern zusammen Charity-Organisationen unterstützen und auf soziale und ökologische Themen aufmerksam machen”, sagt Daniel.

Zwei Formen des Virtuellen Laufs: Virtual Run LIGHT und Virtual Run PLUS

Wir unterscheiden bei Crowdlauf zwischen zwei verschiedenen Arten der Virtuellen Läufe. Bei beiden kannst du kleine Preise gewinnen, die zwischendurch ausgelost werden.

Aber das wichtigste: Jeder Virtual Run erzielt Spenden! Je mehr Kilometer du und die Crowd im Teilnahmezeitraum laufen, desto mehr Spenden gehen an eine  Charity-Organisation.

Virtual Run LIGHT

“Der Virtual Run LIGHT findet mehrmals im Jahr statt. Etwa drei Tage lang läuft die Crowd, um auf ein bestimmtes ökologisches oder soziales Thema aufmerksam zu machen”, erklärt Robert.

Ein Beispiel: der Tropenwald Virtual Run zum Tag der Tropenwälder 2019. Der Lauf machte auf den Raubbau an den Tropenwäldern aufmerksam.

Der Virtual Run LIGHT basiert auf einem wiederkehrenden Thema und einer Medaille aus dem bestehenden Sortiment. Wenn du die Medaille schon besitzt, so kannst du einfach nochmal mitlaufen – ohne erneut eine Medaille kaufen zu müssen.

Virtual Run PLUS

Der Virtual Run PLUS hingegen findet nur etwa drei Mal jährlich statt. So etwa der Lauf „Rainbow to the Stars“, der zu Gunsten des Kinderhospiz Mitteldeutschland stattfand.

Bis zu vier Wochen lang hast du die Möglichkeit, Gutes zu tun. Dazu kaufst du ein entsprechendes Starterpaket, bestehend aus einer Medaille, einer Startnummer und einem Zugang zum geschlossenen Virtual-Run-Bereich hier auf unserer Website.

Die Medaille, die sich im Paket befindet, ist eine Erstausgabe und wurde extra für den Virtual Run PLUS gestaltet. Du darfst sie dir nach getaner Arbeit selbst verleihen, gleichzeitig ist sie die Eintrittskarte, um teilnehmen zu dürfen.

Mehrere Läufe und Postings = mehr Sichtbarkeit fürs Thema

Für jeden Virtuellen Lauf gibt es eine ganz besondere und individuell gestaltete Medaille, die verbildlicht, für was du an den Start gehst. Mit ihr machst du außerdem ein Foto und postest es, quasi als Beweis für deine Teilnahme, zusammen mit deinen Laufdaten – Zeit und Strecke – in den sozialen Medien und auf der Crowdlauf-Website.

Je mehr Menschen teilnehmen, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die wir für das jeweilige Thema schaffen. Und desto größer sind natürlich auch der Spaß und die Motivation am Laufen.

Auch mehrere Läufe pro Person innerhalb des Laufzeitraums sind möglich und im Sinne einer größeren Sichtbarkeit für das Thema erwünscht.

Das Geld, das durch den Virtuellen Lauf zusammenkommt, kommt anteilig einer Charity-Organisation zugute.

Als wir Anfang November “Das Klimabuch” von Esther Gonstalla und drei unserer Klimaheld*in-Medaillen verlost haben (Instagram, Facebook), haben wir die Crowd gefragt: Was macht ihr eigentlich für den Klimaschutz?

Das Ergebnis ist ein bunter Mix aus ganz tollen Ideen. Manche sind so groß, dass sie viel Planung verlangen, aber es sind auch viele Ideen dabei, die ganz klein und damit für alle jederzeit umsetzbar sind.

Wir haben die besten Ideen, Tipps und Vorschläge aus der Crowd für euch gesammelt. Vielleicht ist ja die eine oder andere Aktion dabei, die du unbedingt mal ausprobieren willst. Los geht’s!

Viele Tipps wurden mehrfach genannt. Deshalb mussten wir eine Auswahl treffen, wessen Kommentar wir in den Artikel übernehmen. Bitte habe Verständnis, wenn du diesmal nicht ausgewählt wurdest. Danke!

Einkaufen

“Ich spare Plastik, da ich meine Brötchen nicht mehr in Papier/Plastik Tüten mit Sichtfenstern einpacken, sondern sie direkt in eine Brotbox packe. An der Kasse mache ich die Box zum Abrechnen wieder auf. Täglich eine Tüte mit Plastik weniger.” (jerome_dax)

“Ich versuche auf typische Einmalprodukte wie Küchenrolle und Abschminkpads zu verzichten.” (fit_vor_40)

“Dinge die man nicht oft braucht leihen nicht gleich Kaufen” (Chris Tin)

“Wir haben viel Plastik aus dem Haus verbannt und beim einkaufen achten wir auch darauf kein Plastik bzw. so wenig wie möglich zu kaufen.” (fentas_leben_baby_sport)

“Ich versuche, weitestgehend auf einmal-Artikel wie coffee2go becher, gefrierbeutel oder sogar tampons (->tasse) zu verzichten.” (lets_study_med)

“Ich kaufe mir keine Kleider mehr bzw. denke nach bevor ich etwas kaufe” (di.ana.vo)

“Ich kaufe Milch, Joghurt und Mineralwasser nur in Glasflaschen, das Gemüse und Obst lose ohne Plastik Tüten. Wenn ich einkaufen gehe benutze ich stofftaschen zum einpacken, die man immer wieder verwenden kann.” (laufvoegelchen)

“Wir kaufen soweit möglich Second Hand” (mel_hohmeyer)

“Kein Duschbad mehr, eine Stück Seife ist die perfekte Alternative, kein Deo mehr, keine Haarfarbe mehr, Wäsche waschen ohne Weichspühler” (Liz Elisa)

“Ich versuche weitestgehend auf Plastik zu verzichten. Selbst mein Sohn 5 zieht da bereits total mit.” (Anika Doherty)

“Ich gehe mit Tupper einkaufen” (Carola Stehr)

“Meine Sportklamotten wurden zT aus recyceltem Plastik gefertigt” (strickblog)

“Getränke statt in Einwegflaschen in Mehrwegflaschen kaufen” (the.running.scout)

DIY

“Wir stellen Seifen, Cremes, Waschmittel, etc. Selbst her” (Julia Schwarzmann)

“Ich mache Bienenwachstücher anstatt Frischhaltefolie zu verwenden” (Annette Renner)

“Ich repariere Klamotten lieber als sie wegzuschmeißen.” (lets_study_med)

“Ich habe fleißig Einkaufsnetze gehäkelt, für Familie, Bekannte und für mich” (fit_vor_40)

“mache aus kastanien mein eigenes waschmittel. ganz kostenlos von mutter natur. manchmal mit a bissal an essig, damit die wäsche weicher wird!” (suetueck)

“Ich versuche bspw. Schuhkartons als Behälter oder Pakete wiederzuverwenden” (karima_nd_)

Strom & Heizung

“Ich spare Strom, achte drauf, immer alles auszustecken und nichts im Standby zu haben.” (uddlduddl)

“Meinen Strom und mein Gas beziehe ich von Greenpeace Energy.” (Mica Jacobs)

“Wir haben beim Hausbau einige Sachen versucht wo wir Strom sparen können eines davon ist das wir das Haus stromlos machen können! (…) wen wir schlafen gehen oder außer Haus dann betätigen wir einen Schalter und machen das Haus bis auf Kühlschrank und gefriertruhe Stromlos” (marlene.running)

“Ich dusche nur kalt” (takeiteasy_running)

“Ich besitze keine Tiefkühltruhe” (strickblog)

Ernährung

“Wir verzichten wenn es möglich ist auf Palmöl! Selbst die Kinder verzichten auf ihren heißgeliebten schokoaufstrich (wegen der Orang-Utans).” (running.hanna)

“Beim Kochen verzichte ich weitestgehend auf das sogenannte Superfood, das weiter gereist ist, als ich es jemals sein werde ;) Heimisches Obst und Gemüse hat’s auch drauf” (katrinchen_1988)

“Ich bin schon seit Jahren Vegetarier und bin gerade dabei meine Ernährung 100% auf Vegan umzustellen.” (papierverliebte)

“Ich trinke nur gefiltertes Leitungswasser und fülle mir dieses jeden Tag in eine 1,5 l Trinkflasche ab, so dass ich 500 Plastikflaschen im Jahr spare. (…) Ich nutze Too Good To Go um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.” (_insane_story_)

“Ich versuche hauptsächlich regionale Produkte zu kaufen (…) und schaue immer wieder, wie man Reste verwerten kann.” (run.dreas)

“Weitestgehend regional und saisonal einkaufen, wenn Fleisch- oder Wurstwaren, dann höchstens 2-3 x im Monat vom Bauern “nebenan”” (wiederwatt)

“Die Große hat das Thema gerade in der Grundschule. Wir haben daher z.B. die Muffins für den Geburtstag in der Schule in kleine Waffelbecher gemacht, um den üblichen Müll zu vermeiden.” (nela_running_mom)

“Ich habe immer meinen wiederverwendbaren Coffee Cup dabei” (trish.runs)

“Ich rette Lebensmittel vor dem Müll (lokale Foodsharing Community)” (simply.me.natti)

“Fleisch nur wenn wir essen gehen schon allein wegen dem Wasserverbrauch” (Petra Süßmann)

Mobilität

“Ich fahre Fahrrad und Bahn und verzichte komplett auf den Luxus Auto.” (jenni_lafleur)

“Ich bin seid drei Jahren nicht mehr geflogen. Bewusst. Denn das hat meinen ökologischen Fußabdruck ziemlich schlecht dastehen lassen. Obwohl der Rest gut war.” (die_gillos)

“Wir haben ein E-Auto (Leben auf dem Land)” (mel_hohmeyer)

“Wir fahren ein Elektroauto, das mit der erzeugten Solarenergie von unserem Haus geladen wird” (run4_what_you_love)

“Mindestens ein Mal pro Woche ist meine Laufstrecke der Weg zur Arbeit und zurück” (Tobias Flörke)

“Ich versuche das Auto so selten wie möglich zu nutzen. Fahre auch die 11km mit dem Rad zu Arbeit, egal bei welchem Wetter.” (Dirk Große)

Garten

“Mein Garten ohne Chemie und natürlich bearbeiten. Für meine Bienen und andere Insekten viel zum blühen anbauen.” (triflo.bln)

“Dieses Jahr haben wir zum erstmal eine Insekten Wiese gemacht und dazu eine Getränke Station gebaut. Über den Herbst und Winter füttern wir die Vögel. (…) Sammeln Regenwasser für die Blumen und Wiesen um diese zu gießen, wenn es ganz heiß ist und wir gießen auch die Bäume an der Strasse.” (Bianca Reiner)

“Wir haben einen großen Garten wo wir jedes Jahr fleißig Blumen, Büsche und Bäume pflanzen.” (Christian Kreßler)

“Ich lass in meinem Garten den “natürlichen” Wuchs überwiegend herschen, sodass Insekten und Kleinstlebewesen gut leben können” (molle.runfit)

“Ich baue im Garten meine eigenes Obst und Gemüse an und kaufe kein eingeschweißtes” (Jessica Rauch)

“Hochbeet für Salat u Kräuter” (Daniela Zehentbauer)

Aufklärung & Aktionen

“Wenn wir beim spazieren gehen oder joggen Müll sehen, heben wir den auf!” (Charlie Jagelki)

“Auf der Arbeit in der Kita schon unsere Kleinsten an die Mülltrennung und das Thema Natur und Umwelt heranführen.” (lauramurmel)

“Ich fahre Mit meiner Tochter sehr viel fahrrad” (Jessica Rauch)

“Ich trample nicht sinnlos auf Grünflächen rum und schmeiße keinen Unrat in die Natur, so erziehe ich auch meine Kids” (Anette Weymann)

“Ich verlasse den Strand nie, ohne dort Müll gesammelt zu haben” (ahoi_nicole)

Hast du weitere Tipps für uns?

Schreibe sie in die Kommentare oder schick uns eine E-Mail!

1700 Kilometer mit dem Rad quer durch Südafrika fahren, um danach 90 Kilometer zu laufen. Ist das zu schaffen? Jana aus Hamburg sagt: Na klar!

In ihrem Gastbeitrag erzählt sie uns von der abenteuerlichen Unogwaja Challenge, der sie sich 2020 stellen wird. Es ist ein Sport-Event und eine Charity-Aktion zugleich.

Ihr könnt übrigens auch etwas Gutes tun und spenden – und mit ein wenig Glück Crowdlauf-Medaillen gewinnen. Am Ende des Artikels findet ihr die Infos dazu.

Für alle eine Grenzerfahrung

Grenzen sind im Kopf.

Das bewies im Jahr 1933 ein junger Südafrikaner namens Phil Masterton-Smith. Da er sich das Zugticket von Kapstadt nach Pietermaritzburg nicht leisten konnte, um dort am Comrades Marathon teilzunehmen, fuhr er die 1700 Kilometer lange Strecke kurzerhand mit dem Fahrrad, um danach DEN Ultramarathon in Afrika zu laufen. 

Unogwaja Challenge in Suedafrika

Grenzen finden wir auch in der Gesellschaft.

Deshalb sammelt die Initiative „Unogwaja“ heute Spenden für ausgewählte südafrikanische Wohlfahrtsorganisationen, die vor allem im Bildungssektor aktiv sind, um den Geist der gemeinsamen Grenzüberwindung lebendig werden zu lassen und so Phil Masterton-Smith ihren Tribut zu zollen. 

Grenzen können gemeinsam überwunden werden.

Das zeigen seit 2011 die Teilnehmer*innen der Unogwaja Challenge: In elf Tagen fahren Menschen mit dem Rennrad die 1700 Kilometer, um am zwölften Tag beim Comrades Marathon 90 Kilometer zu laufen.

Warum tun sie das? Weil sie erstens beweisen wollen, dass Zusammenhalt der größte Motor für Veränderung ist und zweitens, weil sie die Grenzen ihres eigenen Denkens und Handelns überwinden möchten, um ein soziales Miteinander zu fördern.

Unogwaja: Gegenseitig unterstützen

Grenzerfahrung macht den Unterschied.

Als Physiotherapeutin begleitete ich schon zweimal die Unogwaja Challenge. Nun mache ich mich im Juni 2020 auf die Reise mit meinem Fahrrad durch Südafrika, um selber an der Unogwaja Challenge teilzunehmen. Es wird die größte sportliche und emotionale Herausforderung meines Lebens sein, der ich mich dort stellen werde. 

Grenzen können fallen.

Auf der herausfordernden Fahrt von Kapstadt nach Pietermaritzburg werden wir Projekte besuchen, die von unserer „Qual“ finanziert werden und die beweisen, dass nichts so bleiben muss, wie es ist: Obdachlosenheime, Schulen, Angebote für sozial „Abgehängte“ und landwirtschaftliche Projekte zur Selbsthilfe.

Mit eurer Unterstützung können weitere Projekte Grenzen sprengen und Menschen in Südafrika ein selbstbestimmtes und behütetes Leben bescheren.

Ich heiße Jana, bin 31 Jahre alt und komme aus Hamburg. Mit meiner ganzen Kraft und Ausdauer möchte ich noch viele Grenzübergänge ermöglichen. Helft mir dabei!

Unogwaja: 1700 km Radfahren

Spenden und Crowdlauf-Medaillen gewinnen

Jana sammelt aktuell Spenden für die Charity-Projekte, die von der Unogwaja Challenge mitfinanziert werden. Die Spenden gehen zu 100% an die Organisationen, bestätigt Jana.

Wir von Crowdlauf unterstützen sie dabei:

Unter allen Personen, die sich an der Spendenaktion beteiligen, verlosen wir fünf Crowdlauf-Medaillen. Die Gewinner*innen können sich aussuchen, welche Medaillen sie haben wollen.

Spenden könnt ihr über PayPal oder Givengain. Die Spendenaktion läuft bis 30.4.2020. Die Auslosung der Gewinner*innen erfolgt im Anschluss durch Jana.

Viel Glück!

Robert, Co-Gründer von Crowdlauf, ist seit etwa vier Jahren ein leidenschaftlicher Radurlauber und gemeinsam mit seiner Frau und einem Zelt kreuz und quer durchs Land unterwegs.

Seine Leidenschaft teilen einige aus der Crowd: Lust auf Abenteuer, Zeit für Spontanität, Familie und Freunde, die Nähe zur Natur und Aktivität statt Langeweile – ihr habt uns auf Facebook verraten, dass ihr euch aus all diesen Gründen schon mal für einen Fahrradurlaub entschieden habt.

Wir nehmen euch mit auf eine kleine Gedankenreise: Was wäre, wenn ihr für den nächsten Urlaub eure Siebensachen (mal wieder) auf den Gepäckträger schnallt und einfach lostretet?

Wir haben für euch die Erfahrungen und Stolpersteine aus der Crowd gesammelt und servieren sie gemeinsam mit ein paar Hinweisen für jeden Radfahr-Typen. Denn: Reisen mit dem Rad ist sowohl etwas für Spontane als auch für akribischen Planer*innen, es passt zu Low-Budget-Fans und Luxusliebhaber*innen, zu Allein- und Gruppenreisenden und zu Sportler*innen wie auch zu Hobbyradler*innen.

Diese Art des Reisens hält nicht nur fit und lässt uns mehr erleben, sie ist vor allem auch umweltschonender. Und wenn nur vierzig Läufer*innen aus unserer Crowd – beispielsweise – im Osterurlaub nicht mit dem Auto um den Bodensee fahren, sondern mit dem Fahrrad, dann haben wir der Umwelt bereits eine Tonne CO2 erspart!

Was macht den Reiz des Radreisens für unsere Crowd aus?

Jenny Wiblishauser war drei Tage auf dem Rennrad im Erzgebirge unterwegs. 5000 Höhenmeter, 300 Kilometer, sowohl auf der deutschen als auch auf der tschechischen Seite. Für sie steht fest: Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt mehr als auf einer Autorundreise.

Ein bisschen Nostalgie war bei Ne La im Spiel – dass sie mit ihren eigenen Kindern den Donauradweg von Passau nach Wien radelte, lag auch daran, dass sie als Kind mit ihren Eltern die gleiche Tour gemacht hatte. Schöner Abschluss ihres Aktivurlaubs: Die Sightseeing-Tour durch Wien, natürlich ebenfalls per Rad.

Reiner Strandurlaub? Viel zu langweilig, findet Claudia Randerath. In ihrem Tourenbuch stehen bereits eine Radreise von Koblenz nach Mönchengladbach und 300 Kilometer entlang der Mosel.

Die Suche nach einem besonderen Abenteuer brachte Daniel Pokrant mit dem Rad durch den Südwesten Islands. Und während er mit seinem Vater unterwegs war und auf Campingplätzen übernachtete, kehrte Bernd Rösnick in Gasthäusern und Jugendherbergen ein – passend zur Begleitung, denn Bernd war mit einer Männergruppe vom Harz nach Fehmarn unterwegs. Die Idee zu dieser Reise „entstand aus einer Bierlaune heraus“.

Robert, Co-Gründer von Crowdlauf, macht immer wieder die Erfahrung, dass sich der Alltagsstress schon am ersten Tag auf dem Rad auflöst. Er liebt es, spontan entscheiden zu können – auch je nach Wetter. Und schwärmt vor: „Man taucht unmittelbar in die Natur ein – die Gerüche, das Vogelgezwitscher, das Plätschern des Baches, die Sonne auf der Haut. Das entspannt ungemein und man fühlt sich in seiner Mitte.“

Wo liegen die Stolpersteine?

Ein Abbruch wegen Knieproblemen, zu viel Regen und ein öder Streckenabschnitt – das sind die negativen Erfahrungen, von denen unsere Crowd-Mitglieder berichten. Doch die meisten haben trotz Allem einen weiteren Versuch gestartet.

Eine Packliste für jede Wetterlage, die spannendsten Touren durch Länder wie Portugal oder Brasilien sowie genaue Regionalkarten und Tipps für die richtige Ausrüstung bietet unter anderem der ADFC. So richtige, wirklich gute Ausreden gibt es also nicht.

Was kann ich beachten?

Bevor ihr euren Fahrradurlaub plant, solltet ihr euch unbedingt überlegen, welche Reisetypen ihr seid.

Steht ihr (und eure Mitreisenden!) mehr auf Spontanität und Abenteuer? Oder seid ihr doch eher Planer*innen und Tüftler*innen? Die einen steigen mit Minimalgepäck und Zelt vor der Haustür aufs Rad und wissen nur, dass sie in ein paar Tagen wieder zurück sein wollen. Andere genießen es schon Wochen vor der Abreise, die genaue Tour auf der Landkarte abzustecken, Unterkünfte auf der Strecke zu vergleichen, die Leistungsfähigkeit langsam zu trainieren und durch Angebote für die beste Ausrüstung zu stöbern.

Das gleiche gilt für die Unterkunft: Für manche ist nur Zelt und Campingkocher stilecht für die Fahrradtour, andere belohnen sich jeden Abend für die sportliche Betätigung mit Sauna und edlem Hotelessen.

Wer diese Fragen mit allen klärt, die mitfahren, erspart sich auf der Reise jede Menge Ärger und verdoppelt die Vorfreude.

Warum lohnt es sich, diese Art des Reisens auszuprobieren?

Fit bleiben, Umwelt schonen, Abenteuer – manche Vorteile liegen auf der Hand. Doch ein paar Dinge stellen sich erst ein, wenn man die ersten Kilometer gefahren ist und nach der ersten Nacht wieder aufs Rad steigt.

Da ist dieses Gefühl, alleine oder gemeinsam die erste Hürde genommen zu haben und zu wissen, dass euch jetzt nicht mehr viel stoppen kann.

Ihr seid tatsächlich ohne vollgestopften Kofferraum unterwegs – und kommt ganz gut klar ohne große Garderobe und Unterhaltungskram.

Ihr seid noch gar nicht lang unterwegs, und habt doch soviel mehr gespürt, erlebt, gesehen – zum Beispiel diesen Bach und den Fischreiher, an dem ihr sonst mit dem Auto vorbeigerast wärt.

Ihr spürt eure Oberschenkel, ja, aber steigt trotzdem wieder auf das Rad und fahrt weiter.

Ihr habt (allein) größere Anstiege genommen als ihr es euch jemals zugetraut hättet oder euch (als Paar, Familie, Freundeskreis) besser aufeinander eingestellt als ihr es zuhause je tut.

Und all das verändert den Blick auch nach der Rückkehr und beflügelt für den Alltag. Wollen wir wetten?